Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

SSG Kevelaer fit für die Bundesliga

Volles Haus beim international besetzten Walther Cup der SSG Kevelaer am 28.9.2013 in der Dreifachturnhalle im Sportzentrum Kevelaer.

Der Walther Luftgewehr Cup war eine gelungene Generalprobe für den Bundesligastart am 26. Oktober in Kevelaer.

„Das war eine beeindruckende Demonstration unserer Stärke.“ Mit diesen Worten konnte Rudi Joosten nur andeuten, was seine Schützen von der Schieß-Sport-Gemeinschaft (SSG) Kevelaer beim Walther Luftgewehr Cup abgeliefert hatten. Der Trainer und Vorsitzende der SSG konnte beim international besetzten Walther Luftgewehr Cup miterleben, wie sich die beiden ersten Mannschaften der SSG unter anderem gegen die direkten Bundesligakonkurrenten aus Paderborn, Düsseldorf, Hamm und Hilgert durchsetzten.

Volle Konzentration der beiden internationalen Schützen der Bundesligamannschaft (Ivana Maksimovic und Sergey Richter) der SSG Kevelaer.

Der Walther Luftgewehr Cup, veranstaltet von der SSG Kevelaer, wurde auf 24 elektronischen Meyton Schießanlagen in der Dreifachturnhalle im Sportzentrum Kevelaer durchgeführt. In den Vorkämpfen absolvierten die fast 150 Teilnehmer ein 40 Schuss Programm in einer offenen Klasse. Hier konnten sich die Teams aus der Marienstadt Kevelaer mit 1189 bzw. 1187 Ringen mit über 10 Ringen vom übrigen Teilnehmerfeld absetzen. Dabei präsentierten sich die SSG-Schützen in einer bestechenden Frühform für die Bundesliga. SSG 1 mit Sergey Richter (399 Ringe), Patricia Seipel (398) und Alexander Thomas (392) lag nur zwei Ringe vor SSG 2 mit Ivana Maksimovic (398), Jana Erstfeld (395) und Katharina Kösters (394), gefolgt von Hilgert und Hamm mit je 1177 Ringen. Doch auf diesen Ergebnissen konnten sich die Marienstädter nicht ausruhen. Im nachfolgenden Mannschaftsfinale im K.O.-System mit 20 Schuss im Ligamodus (ein Einzelpunkt für den besseren Schützen einer Wettkampfpaarung), mussten die Kevelaerer wieder volle Konzentration zeigen. Im Viertelfinale hatte es SSG 1 mit Paderborn 2 zu tun. Hier gab es einen deutlichen 3:0 Sieg für den Gastgeber. SSG 2 machte es dafür in ihrer ersten Finalbegegnung umso spannender. Der 2:1 Sieg gegen Hamm 1 führte erst über zwei Stechen.

Katharina Kösters, mit 18 Jahren das Nesthäkchen der Bundesligamannschaft der SSG Kevelaer, konzentriert bei der "Arbeit".

Der Franzose Alexis Raynaud konnte sich im zweiten Stechschuss gegen Jana Erstfeld durchsetzen. Die Entscheidung zugunsten Kevelaers erfolgte zwischen Ivana Maksimovic und dem zweiten Franzosen, Pierre-Edmond Piasecki, nach drei Stechschüssen mit jeweils einer zehn erst im vierten Anlauf. Hier konnte sich Maksimovic mit dem denkbar geringsten Vorsprung von 0,1 Rinigen (9,9 : 9,8) behaupten. In den Halbfinalbegegnungen ging es dann für beide SSG Teams ganz schnell. Mit 2:0 machte SSG 1 vorzeitig gegen Paderborn 1 alles klar, so dass auf das Stechen zwischen Sergey Richter und Nadine Schüller verzichtet werden konnte. Und auch beim 2:1 der SSG 2 gegen SV Kamen 1 war der Sieg nicht gefährdet.Damit kam es zum Showdown zwischen den beiden Mannschaften des Gastgebers. An Position eins gab es das Duell der Spitzenschützen der SSG. Dabei setzte sich Sergey Richter mit der Idealringzahl von 200 gegen Ivana Maksimovic (197) durch. Den Ausgleich erzielte für SSG 2 aber postwendet Jana Erstfeld (197) gegen Patricia Seipel (196). Die Entscheidung musste auf Position drei folgen. Die Schnellschützin Katharina Kösters legte 196 Ringe vor. Mit diesem Ergebnis zwang sie ihren Vereinskameraden Alexander Thomas ebenfalls in ein Stechen.Kaum war hier das Kommando Start ertönt, feuerte Kösters schon ihren Schuss ab und es leuchte ein tief roter Punkt auf dem Monitor als Zeichen für eine zehn auf. Thomas braucht etwas länger und als bei ihm der gelbe Punkt für eine neun erschien, war der Sieg für die SSG 2 perfekt. Den dritten Platz teilten sich SV Kamen 1 und Paderborn-Elsen 1.

Blick auf die Teilnehmer.

Höheres Niveau als in der Bundesliga
Als ob das Mannschaftsfinale nicht schon genug Höchstleistung und Spannung beschert hätte, erlebten die Zuschauer dann ein Einzelfinale, das einen Vergleich mit offiziellen, internationalen Wettkämpfen nicht zu scheuen brauchte und höher war als mancher Bundesligawettkampf. So waren wie im Vorjahr 393! Ringe kein Garant für die Teilnahme an den beiden Halbfinalen (2 x 8) der besten 16 Schützen. Hier wimmelte es nur so von international erfolgreichen Teilnehmern. Eine olympische Silbermedaillengewinnerin, drei amtierende oder ehemalige Europameister, EM-Bronze Gewinner und ein israelischer Meister waren die Belege für die Qualität des Einzelfinales.Daran nahmen alle sechs Schützen der SSG 1 und 2 teil, dass nach dem neuen Finalmodus des Weltverbandes ausgetragen wurde. Die Schützen absolvieren dabei zunächst acht Schüsse. Danach scheidet der Schütze auf Platz 8 aus. Nach je zwei weiteren Schüssen muss ein weiterer Schütze ausscheiden.

Der Walther Luftgewehr Cup der SSG Kevelaer war wieder internationa besetzt.

Die Halbfinale wurden nach dem 14. Schuss abgebrochen, da mit den je vier verbliebenen Schützen ein vollständiges Finale mit acht Schützen begonnen wurde. Bei diesem nervenaufreibenden Modus setzten sich Ivana Maksimovic, Sergey Richter und Alexander Thomas in den Halbfinalen durch. Letzterer musste im Finale aber bereits nach dem 8. Schuss seinen Stand räumen. Ihm folgte nach dem 10. Schuss Sergey Richter. Mehr Glück hatte Ivana Maksimovic, die sich bis in die Medaillenränge vorkämpfte und am Ende den dritten Platz belegte. Die Entscheidung fiel zwischen Anna Steinhoff (Hamm) und Nadine Schüller (Paderborn). Nach 20 Finalschüssen lagen sie mit je 206,00 Ringen gleich auf. Ein Stechen mit ebenfalls Zehntelwertung musste die Entscheidung bringen. Abermals gaben 0,1 Ringe den Ausschlag für Sekt oder Selters. Schüller setzte sich mit 9,9:9,8 gegen Steinhoff knapp durch. „Der Walther Luftgewehr Cup besitzt nicht nur aufgrund des Leistungsniveaus eine einmalige Stellung in Deutschland. Auch der Einsatz der Mitglieder der SSG bei der Vorbereitung und Durchführung des Cups ist für eine Vereinsveranstaltung ohne Beispiel“, hob Joosten als ein sichtlich stolzer Vereinsvorsitzender das Engagement der Mitglieder hervor.

Mit den Leistungen der Schützen und der Mitglieder sieht Joosten denn auch den nächsten Aufgaben mit positiver Anspannung aber doch zuversichtlich entgegen. Am kommenden Sonntag, 6. Oktober, findet von 10 bis 15 Uhr ein Tag der offenen Tür im SSG-Treff am Hallenbad im Sportzentrum Hüls im Rahmen des bundesweiten Wochenendes der Schützenvereine statt. Die nächsten sportlichen Herausforderungen heißen SG Hamm und KKS Nordstemmen. Beim Bundesligaauftakt am 26. und 27. Oktober an gleicher Stelle sind dies die nächsten Gegner der Kevelaerer. „Wir hoffen, dass wir mit Unterstützung der Zuschauer an unsere Leistungen des Walther Luftgewehr Cups anknüpfen können. Dann ist in dieser Saison wieder alles möglich“, so Joosten.


Dokumente zum Thema:

Datum: 01.10.2013

 

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