Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Der RSB gratuliert der SSG Kevelaer zum Bundesligaaufstieg

Über den Aufstieg in die Bundesliga-Nord Luftgewehr freuten sich Bürgermeister Dr. Axel Stibi, Josefine Dohmen, Hans-Josef Dohmen (Sportleiter, Trainer), Alexander Thomas, Birgit Lohmann, Sergy Rikhter, Amelie Kleinmanns, Nils Schumacher und Rudi Joosten (Vorsitzender, Trainer) von links.

Bürgermeister Dr. Axel Stibi, die Mannschaft des SSG Kevelaer und ihr Trainer Rudi Joosten

SSG-Kevelaer schafft im vierten Anlauf den Aufstieg in die 1. Bundesliga Luftgewehr

Geschossen, gezittert und am Ende gewonnen - Projekt Bundesliga erfolgreich abgeschlossen

Hannover/Kevelaer – "Wahnsinn! Wir haben es geschafft. Die Mannschaft hat riesig gekämpft. Am Ende haben wir zwar noch gezittert, aber aufgestiegen ist aufgestiegen." Mehr war von Rudi Joosten, Trainer und Vorsitzender der Schieß-Sport-Gemeinschaft (SSG) aus Hannover per Handy zunächst nicht zu erfahren. Denn im Hintergrund überlagerten Jubelschreie und Applaus die Verbindung. Die lauten Gefühlsausbrüche galten der ersten Luftgewehrmannschaft der SSG. Denn im vierten Anlauf schafften die Marienstädter den Aufstieg in die 1. Bundesliga-Nord Luftgewehr. In einer spannenden Relegation im Bundesleistungszentrum Hannover setzte sich die SSG Kevelaer gegen den favorisierten Siebten der Bundesliga-Nord, BSV Buer-Bülse aus Gelsenkirchen, sowie vier weiteren Mannschaften aus den Regionalligen Nord und Ost durch. Mit einem Endergebnis von 3901 Ringen mussten die Schützen der SSG allein die bereits im Vorfeld stark eingeschätzte Mannschaft aus dem hessischen Mengshausen vorbeiziehen lassen. So sicherte sich die SSG eines von zwei Tickets für die Bundesliga. Überragender Schütze auf Seiten der SSG war abermals der israelische Weltklasseschütze Sergy Rikhter. Mit zweimal 397 Ringen war er der überragende Schütze der Relegation und damit ein wichtiger Bestandteil für den Aufstieg in die Bundesliga. Dieses Ziel hatte sich die SSG als einzige Mannschaft vor Beginn der Regionalligasaison selbstbewusst gesetzt. Projekt Bundesliga lautete dennoch die Devise. Doch trotz den Neuzugängen von Sergy Rikhter und Alexander Thomas (5. der Jugendolympiade in Singapur) war der Aufstieg dennoch ein schweres, aber ein erreichbares Ziel. Aufgrund der Konkurrenz in der Relegation fuhr die SSG als Außenseiter nach Hannover. Denn die überragenden Hessen waren zuletzt in der Summe der besten fünf Schützen zwar nicht viel, aber dennoch einweinig besser als Kevelaer. Und Buer-Bülse konnte als dreimaliger Deutscher Meister aus einem Pool von erfahrenen und hochkarätigen Schützen schöpfen. Doch im Sport kann man eben wenig planen. So setzten die Marienstädter gleich im ersten von zwei Durchgängen mit jeweils 40 Schuss mit einem Mannschaftsergebnis von 1953 Ringen die Messlatte hoch. Bester Schützen war Sergy Rikhter mit 397 Ringen, gefolgt von Alexander Thomas mit 392, Amelie Kleinmanns 390, Nils Schumacher 388 und Josefine Dohmen 386. Damit belegte die Mannschaft ringgleich mit Mengshausen den ersten Platz. Acht Ringe betrug zu diesem Zeitpunkt der Abstand zu Buer-Bülse auf Rang drei. Doch darauf konnten und durften sich die Kevelaerer nicht ausruhen. Auch im zweiten Wettkampf musste die Konzentration hochgehalten werden. So legten die Schützen im zweiten Durchgang nochmals nach. Sergy Rikhter erreichte wieder 397 Ringe, Nils Schumacher schaffte 394, Amelie Kleinmanns 393 und Josefine Dohmen 390 Ringe. Zum tragischen Held wäre fast Alexander Thomas geworden. Nach starken 392 Ringen im ersten Durchgang klappte im zweiten Wettkampf fam Ende gar nichts mehr und er schoss 374 Ringe. "Ich weiß auch nicht was auf einmal los war", so ein ratloser Thomas nach dem Wettkampf. "Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen", tröstete Rudi Joosten den enttäuschten Alexander Thomas. "Alexander hat in dieser Saison so manchen Punkt für die Mannschaft geholt. Jetzt haben die anderen eben für Alexander mitgeschossen", beschrieb Joosten das Mannschaftsgefühl. Da aber auch bei Buer-Bülse im zweiten Durchgang eine Schützin patzte, galt für die SSG: Ende gut, alles gut. „Jetzt werden wir mit der Mannschaft und den Vereinsmitgliedern kräftig feiern“, äußerte sich Rudi Joosten zu den weitern Aussichten. Kevelaer besitzt damit als einzige Stadt im Kreis Kleve einen Bundesligisten. Grund genug für Bürgermeister Dr. Axel Stibi spontan den erfolgreichen Sportlern und Betreuern persönlich die Glückwünsche der Stadt zu überbringen. "Als Bundesligist ist die SSG ein Aushängeschild und eine Werbung für Kevelaer. Dabei ist die beispielhafte Jugendarbeit das Fundament für die sportlichen Spitzenleistungen", so der Bürgermeister. Trotz der Freude über den Aufstieg beginnen schon in Kürze die Vorbereitungen für die erste Bundesligasaison ab Oktober. Dabei wird der Neuling im deutschen Oberhaus wohl die Losung ausgeben: Projekt Bundesliga – Klassenerhalt sichern. Zuzutrauen ist es den Kevelaerern in jedem Fall.

 

Ergebnisse Relegation in Hannover (die ersten beiden Mannschaften schießen in der nächsten Saison in der Bundesliga-Nord Luftgewehr)

1. SGi Mengshausen: 3914 Ringe

2. SSG-Kevelaer: 3901
(Einzelergebnisse: Sergy Rikhter: 397 / 397, Amelie Kleinmans: 390 / 393, Nils Schumacher: 388 / 394, Josefine Dohmen: 386 / 390, Alexander Thomas: 392 / 374)

3. BSV Buer-Bülse: 3889
4. Giebichensteiner SGi, Halle, 3885
5. SV Leuchtenburg, 3869
6. SC Anschützn Lathen, 3860
7. Schützengilde Deutschenbora, 3854



Autor: Georg Joosten
Datum: 03.02.2011

 

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