Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Erste u. zweite Plätze beim IWK in Pilsen

die Erstplatzierten mit der StP (v.l.) Ivan Bidnyak (Ukr), Torben Engel, Artsiom Lukyanavets (Blr)

Vom 1. bis 5. Mai wurde in Pilsen in der Tschechische Republik der Internationale Wettkampf (IWK) „44th Grand Prix of Liberation“ durchgeführt. An den erstklassig besetzten Wettkämpfen nahmen Schützen aus 31 Nationen teil. Für den Rheinischen Schützenbund nahmen die Pistolenschützen Torben Engel, Pierre Michel, Thomas Rink und Michael Schleuter teil. In den angebotenen Pistolendisziplinen Luftpistole, Standardpistole, Olympische Schnellfeuerpistole, Freie Pistole und Zentralfeuerpistole stellte der RSB mit diesen Schützen auch jeweils eine Mannschaft (GER RH).
Die Anreise der Delegation nach Pilsen erfolgte am Mittwoch den 1. Mai. Nach Erledigung der Anmeldeformalitäten und Mannschaftsmeldungen wurde bereits das offizielle Training durchgeführt. Es folgten das technische Meeting und die Eröffnungsfeier.
Am nächsten Tag (Donnerstag den 2. Mai) standen bereits zwei Entscheidungen (Luftpistole und Standardpistole) sowie das 1. Halbprogramm mit der Schnellfeuerpistole auf dem Plan.

die StP-Mannschaft vor der Siegerehrung (v.l.) Pierre Michel, Torben Engel, Michael Schleuter)

Mit der Luftpistole erzielte Thomas Rink mit 567 Ringen den 54. Platz von 103 Teilnehmern. Michael Schleuter erreichte mit 565 Ringen den 61. Platz und Pierre Michel erzielte mit 556 Ringen den 90. Platz. Die sieben Bestplatzierten im Vorkampf erzielten mit der Luftpistole 580 bis 583 Ringe. Nach dem Finale, das nach den neuen ISSF-Regeln (ohne Addition des Vorkampfergebnisses) nunmehr einen eigenen Wettkampf mit Zehntelwertung darstellt, siegte Hans Jörg Meyer (GER NS) mit einem Vorkampfergebnis von 580 Ringen und dem Finalergebnis von 200,9 Ringen vor Dimitrije Grgič aus Serbien (Vorkampf 583 Ringe, Finale 198,4 Ringe) und Wojciech Knapik aus Polen (Vorkampf 581 Ringe und Finale 178,1 Ringen). In der Mannschaftswertung siegte die Mannschaft der Ukraine (1.739 Ringe) vor Russland (1.738 Ringe) und Italien (1.732 Ringe). Die Mannschaft des RSB (GER RH) belegte mit 1.688 Ringen den 16. Platz von 19 gestarteten Mannschaften.

die Erstplatzierten mit der ZF (v.l.) Torben Engel, TomᚠTěhan (CZE ), Jindřich Skupa (CZE)

Nach der Luftpistole wurde das 1. Halbprogramm mit der Olympischen Schnellfeuerpistole (OSP) geschossen. Hier erzielten unsere Schützen Torben Engel 289 Ringe ( 100 / 97 / 92 ), Pierre Michel 277 Ringe ( 96 / 96 / 85 ) und Michael Schleuter 274 Ringe ( 90 / 95 / 85 ). Die Entscheidung in der OSP fiel erst mit dem 2. Halbprogramm am nächsten Tag (Freitag, den 3. Mai; siehe unten).
Am ersten Wettkampftag stand dann aber noch die Entscheidung mit der Standardpistole auf dem Programm und hier dominierten unsere Schützen das gesamte Teilnehmerfeld. Torben Engel lag nach den 60 Schuss mit 571 Ringen ( 193 / 189 / 189 ) ringgleich mit Ivan Bidnyak aus der Ukraine auf dem ersten Platz. In der erforderlichen Stechserie (5 Schuss in 10 Sekunden) setzte sich Torben mit 5 Innenzehnern (!) eindrucksvoll an die Spitze und belegte Platz 1. Ivan Bidnyak belegte mit seiner Stechserie von 46 Ringen Platz 2 und Dritter wurde Artsiom Lukyanavets aus Weißrussland mit 568 Ringen.

die ZF-Mannschaft bei der Siegerehrung (v.l.) Michael Schleuter, Torben Engel und Pierre Michel

 
Michael Schleuter erzielte hervorragende 565 Ringe ( 191 / 189 / 185 ) und belegte damit Platz 7. Unser dritter Mannschaftsschütze Pierre Michel, der eine Woche vorher den Europacup in Hannover noch mit 571 Ringe gewonnen hatte, erzielte 557 Ringe ( 185 / 184 / 188 ) und belegte damit den 15. Platz unter 34 Startern. Der vierte Starter für den RSB, Thomas Rink, belegte mit 556 Ringe ( 193 / 182 / 181 ) den 16. Platz. Mit der Mannschaft Torben Engel, Michael Schleuter und Pierre Michel und einem Mannschaftsergebnis von 1.693 Ringen (4 Ringe über dem Deutschen Rekord und 11 Ringe über dem Landesrekord!) belegte unsere Mannschaft den 1. Platz vor den Mannschaften aus der Tschechischen Republik (1.683) und Indien (1.636).

Am Freitag den 3. Mai wurde dann das 2. Halbprogramm mit der OSP geschossen. Torben Engel erzielte nach den 289 Ringen im 1. Halbprogramm noch einmal 288 Ringe ( 97 / 100 / 91 ) und somit insgesamt 577 Ringe. Nach dem Ende des Vorkampfes lagen drei Schützen mit diesem Ergebnis auf Platz 6, dem letzten Platz, der für den Einzug ins OSP-Finale berechtigt. Da Torben aber die geringere Anzahl von Innenzehnern bei den 577-er Ergebnissen geschossen hatte, fiel er damit in der Endwertung auf Platz 8 zurück. Pierre Michel erzielte nach 277 Ringen vom Vortag noch einmal 276 Ringe ( 97 / 92 / 87 ) und belegte mit dem Gesamtergebnis von 553 Ringen den 29. Platz und Michael Schleuter kam nach 274 Ringen vom Vortag noch einmal auf 264 Ringe ( 90 / 94 / 80 ) und belegte mit dem Gesamtergebnis von 538 Ringen Platz 35. Mit der Mannschaft belegte GER RH den 5. Platz.
Im OSP-Finale siegte Ivan Bidnyak aus der Ukraine mit 25 Treffern (Vorergebnis 580 Ringe) vor Martin Strnad aus der Tschechischen Republik mit 24 Treffern (Vorergebnis 583 Ringe) und Saša Špirelja aus Kroatien mit 22 Treffern (Vorergebnis 580 Ringe). Den vierten Platz belegt Philipp Wagenitz aus dem deutschen OSP-Bundeskader mit 17 Treffern (Vorergebnis 577 Ringe).

Am Samstag den 4. Mai stand der Wettbewerb Freie Pistole auf dem Programm. Auch hier war der RSB mit einer Mannschaft vertreten. Michael Schleuter erzielte mit 539 Ringen Platz 35 von 96 Startern. Pierre Michel belegte mit 538 Ringen den 41. Platz und Thomas Rink mit 536 Ringen den 50. Platz. Mit dieser „geschlossenen Mannschaftsleistung“ von insgesamt 1.613 Ringen belegte die Mannschaft GER RH den 10. Platz unter 15 angetretenen Mannschaften.
Den Wettbewerb Freie Pistole gewann (nach neuem Finale) Dimitrije Grgič aus Serbien mit 195,3 Ringe (Vorkampfergebnis 557 Ringe) vor Pavol Kopp aus der Slovakei mit 193,6 Ringe (Vorkampfergebnis 557 Ringe) und Wojciech Knapik aus Polen mit 169,6 Ringe (Vorergebnis 554 Ringe). Der nach dem Vorkampf mit 562 Ringen zweitplatzierte Abdulla Ustaoglu  aus Deutschland (Bundeskader) belegte nach dem Finale Platz 4 und der nach dem Vorkampf mit 564 Ringen führende Schützen, Serhiy Kudria aus der Ukraine, belegte nach dem Finale Platz 8.

Am letzten Tag stand dann die Zentralfeuerpistole auf dem Programm. Wie am ersten Wettkampftag mit der Standardpistole, stellte die Mannschaft GER RH hier erneut ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Torben Engel, der eine Woche vorher beim Europacup in Hannover mit 584 Ringen bereits den 2. Platz belegt hatte, erzielte 580 Ringe (Präzision 291 / Duell 289 Ringe) und lag nach dem Vorkampf ringgleich auf Platz 2. Auch dieses Stechen konnte er in der ersten Stechserie mit 49 Ringen gegen 48 Ringe für sich entscheiden. Hinter dem Tschechen TomᚠTěhan und vor einem weiteren Tschechischen Schützen belegte er damit Platz 2. Pierre Michel, der beim Europacup in Hannover mit 580 Ringen den 4. Platz belegt hatte, erzielte in Pilsen 578 Ringe ( 288 / 290 ) und belegte Platz 7. Der dritte Mannschaftsschütze, Michael Schleuter, erzielte 574 Ringe ( 288 / 286 ) und belegte damit Platz 13. Der ebenfalls für den RSB startende Thomas Rink erzielte ebenfalls 574 Ringe ( 285 / 289 ) und belegte Platz 10 unter den 24 Startern.

In der Mannschaftswertung belegte die Mannschaft GER RH (mit den Schützen Engel, Michel und Schleuter) und einem Gesamtergebnis von 1.732 Ringen (4 Ringe unter dem Deutschen Rekord) den 2. Platz hinter der Mannschaft der Tschechischen Republik (1.736) und vor der ringgleichen Mannschaft aus Polen (1.732).

Insgesamt waren es intensive und anstrengende aber auch sehr erfolgreiche Wettkampftage in Pilsen für das gesamte RSB-Team.

Viktor Engel


 

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