Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Herbstsitzung des Gesamtvorstandes

Anlässlich seiner alljährlichen Herbstsitzung tagte der RSB-Gesamtvorstand (GV) am heutigen Sonntag in den Schulungsräumen in Leichlingen.

Hierzu konnte Präsident Willi Palm den fast vollständigen Vorstand willkommen heißen. In knapp sechs Stunden wurde dann die Tagesordnung abgearbeitet. Hierbei galt sein besonderer Gruß  den beiden neuen Vorsitzenden der Bezirke 02 und 04 1, Uwe Schraven und Bernd Schäper. Nach Abwicklung der notwendigen Sitzungsregelarien musste der Präsident zunächst mitteilen, dass die Schatzmeisterin, Beatrix Papen, am heutigen Morgen mit sofortiger Wirkung ihren Rücktritt erklärt hatte. Da erst vor einiger Zeit im Oktober ihr Stellvertreter, Dirk Rothe, aus gesundheitlichen Gründen von all seinen Ämtern zurückgetreten war, muss nun zunächst einmal dringend die kommissarische Nachfolge geklärt werden, damit die Arbeit in ihrem Sinne alsbald fortgesetzt werden kann. Hier dankte er der Schatzmeisterin für ihr Engagement.

In seinem mündlich vorgetragenen Bericht ging er kurz auf den bereits beim diesjährigen Delegiertentag in Mönchengladbach abgestimmten Haushalt ein. Im Übrigen werde man die dort von den Delegierten vorgetragenen Anregungen berücksichtigen. Auch sei man nicht überall hingefahren und konnte so die Reisekosten um fast 50 Prozent verringern. Anstatt die Verbandstage der befreundeten Landesverbände zu besuchen, habe man es vorgezogen zur Basis zu fahren. Auch werde man wieder als Sportfachverband wahrgenommen, ebenso ständen Gespräche mit der Politik in NRW zur Tradition, zum Sport und zum Recht an. In RLP sei dies etwas schwieriger. Das neugeschaffene Logo werde nicht von allen positiv gesehen. Aber dies gebe auch immer wieder Anlass zu Gesprächen. Das Thema Satzung werde an anderer Stelle behandelt. Verschiedene Hinweise gab es auch zur Entwicklung im Süden. Wenn Infrastruktur und Rahmenbedienungen stimmten und der Landessportleiter zustimme, dann könne man auch wieder in Bad Kreuznach schießen. Zurzeit sei der Verein aber in Auflösung, da müsse man zunächst abwarten. Auch gebe es von ausgetretenen Vereinen Anfragen zur Rückkehr in den RSB. Bezüglich der fachspezifischen Angelegenheiten verwies er folgend auf die Jahresberichte seiner Präsidiumskollegen.

Diese lagen alle in schriftlicher Form vor und werden zu einem späteren Zeitpunkt wieder im RSB-Journal (Sonderausgabe zum 64. Rheinischen Schützentag) veröffentlicht. In einigen Bereichen gab es dazu mündliche Ergänzungen. So u. a. von der Vizepräsidentin Süd zu Sonderzuwendungen des Sportbundes Rheinland an die Fachschaften und einem Sonderprogramm für Fördermittel im Wettkampfsport. Aber auch zu Tradition und Brauchtum mit zusätzlichen Informationen zur kürzlich stattgefundenen ersten Sitzung des Arbeitskreises (AK). Da das Sternschießen auch nicht im gesamten Verband verbreitet werden konnte, wolle man nun eine Umbenennung vornehmen um nicht Verein im Verein zu sein. Hierbei müsste noch geklärt werden, was in den Sportausschuss und was in den AK Tradition und Brauchtum gehöre. Auch habe man im AK einen Vergleich zwischen BdHDS und RSB/DSB aufgestellt – dies sei nicht zu vergleichen. Man werde mit den anderen Verbänden in NRW im Gespräch bleiben. Hierzu sprach Gustav Hensel auch das Prinzip der Solidargemeinschaft an.

In der nachfolgenden Aussprache wurde u. a. darum gebeten, dass man die Gegenüberstellung der Verbände an den GV verteile. Der Präsident stellte hierzu fest, dass man keine Konfrontation suche, jedoch um jeden Verein und um jedes mittelbare Mitglied kämpfen werde. Eine Diskussion lösten die Hinweise zur Solidargemeinschaft aus. Auch bestehe in den drei Gebieten gravierende Unterschiede bezüglich der Tradition und des Brauchtums, so die Feststellung aus den Reihen des GV.

Leider hätten die benannten Ansprechpartner aus dem Süden dem AK abgesagt. Hierzu stellte Willi Palm fest, dass man dabei sei, alles zu bündeln, auch nehme man die diesbezüglich gemachten Vorwürfe auf dem Delegiertentag ernst. Tradition und Brauchtum habe einen Ankerplatz im Verband. Eine Analyse könne aber erst später erstellt werden. Wichtig sei es auch, so auch der Hinweis, die Kommunikation der Traditionsvereine zu vernetzen, dazu müsse Hensel aber Zeit erhalten. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Handhabung des Stammvereins bei mehrfachen Mitgliedschaften und Wegfall des Hauptvereins durch Abmeldung. Weiteres hierzu wird der Sportausschuss klären.

Besonders lobte der Präsident auch die hohe ehrenamtliche Arbeitsleistung des Landessportleiters. Hier fehle jedoch immer noch ein Stellvertreter.

Zum Punkt RSB2020 freute sich Präsident Palm zunächst einmal auf seine erste GV-Sitzung beim DSB in Wiesbaden. Insbesondere bezüglich des Themas Beitragsstruktur werde er dort seine Auffassung kundtun. Habe doch gerade der RSB große Traditionsvereine. Daher sei das Thema Solidarität besonders wichtig. Daneben gebe es aber eine große Anzahl nicht organisierter Schützenvereine in NRW. Könne man diese als Mitglieder dazu gewinnen, wäre man RSB-seitig schnell auf 100.000 und beim DSB bundesweit gesehen auf 2 Millionen Mitglieder.

Der Präsident verwies dann auf die alldonnerstäglichen Newsletters. Hier werde vieles Neue aufgezeigt und Hinweise darauf gegeben, was zwischenzeitlich bereits erledigt werden konnte. Hier bat er um entsprechende Hinweise und Rückmeldungen des GV. Auch sei der Ideenflyer mit mäßigem Erfolg angekommen. Jetzt suche man drei bis vier Leute, die RSB2020 bis Ende März 2015 in eine entsprechende Struktur bringen würden und als kleine „IK“ eine Diskussionsvorlage erstellten. Um zukünftig wieder ein Forum anzubieten, würde zurzeit durch Kai Bolten die technischen Probleme geklärt.

Hier spült der Chef selbst.

Weitere Themen hierzu waren u. a. das von der Landesdamenleiterin entwickelte eigene Logo, die erstellten Visitenkarten, die Roll-Ups (beides sei auch für die Bezirke interessant) sowie eine geplante Sportbekleidung innerhalb des Verbandes. Die Firma werde nächste Woche kommen und die Produkte vorstellen. Geplant sei eine Kollektion über mehrere Jahre, die Bestellungen könnten von der Firma innerhalb von 48 Stunden direkt ausgeliefert werden.

Geplant sei auch eine weitere Protektoratsfeier. Ebenso soll die Möglichkeit eines parlamentarischen Abends im Landtag RLP abgeklärt werden.

Folgend wurde durch Rüdiger Heinemann mittels einer Präsentation der große Schützentag 2015 in Bad Honnef vorgestellt. Alle Angaben hierzu findet man auf der Homepage des Bezirks 10 unter www.schuetzentag2015.de . Auch dieses Mal wird es einen Schützentag der kurzen Wege geben! Darüber hinaus seien die Veranstaltungen Bürgernah geplant. Die Schirmherrschaft übernehme der Bürgermeister der Stadt Bad Honnef. Samstags fände das Schießen um den Bergischen Schmied (Aegidienberg) sowie das Landeskönigsschießen (Rhöndorf) statt. Auch besteht der Wunsch, dass beim Festumzug (ebenfalls nur ein kurzer Weg von rund 800 Metern) sowohl Sportschützen als auch die Jugend mitmarschiere. Am Sonntag dann der Festakt am Vormittag und am Nachmittag die Delegiertentagung.

Nach einer kurzen Mittagspause, hier  gab es – wie schon erstmals in Frechen – kein warmes Essen, und wie ansonsten üblich im benachbarten Lokal, sondern belegte Brötchen, Fingerfood und Kuchen von einem Cateringdienst. Anschließend dann die erste Präsentation des kleinen Schützentages 2016 in Trier, vorgetragen durch Prof. Dr. Willy Werner. Hier wurden zunächst einmal die möglichen Örtlichkeiten vorgestellt. Das Schießen soll entweder auf einer größeren Anlage im 10 km entfernten Konz erfolgen oder aber mittels einer mobilen elektronischen Anlage in Trier.

Als Festredner für den großen Schützentag in Bad Honnef möchte Willi Palm entweder Wolfgang Bosbach (CDU) oder Friedrich Merz (CDU) gewinnen.

Für die kommissarische Besetzung eines neuen Schatzmeisters/neuen Schatzmeisterin, muss dies auf die Tagesordnung einer neu anzuberaumenden GV-Sitzung. Zurzeit gebe es jedoch keine Schwierigkeiten wegen der zu tätigen Unterschriften. Der Haushalt für 2015 läge ebenfalls vor.

Nach der Aussprache zu den Aufnahmen bzw. Austritten von Vereinen in/aus den RSB wurden die vorliegenden Anträge behandelt. Hier ging es ausschließlich um die Bestätigung des GV bezüglich der Neuwahlen des Landesjugendleiters und seiner beiden Stellvertreter.

Unter dem Punkt Verschiedenes erläuterten der Präsident sowie DSB-Vize Jürgen Kohlheim den unbefriedigenden Sachstandes bezüglich des Themas Schießstandsachverständige. Hierzu will man alle MdB und MdL im Bereich des RSB anschreiben.

Zum Sachstand der RSB-Satzung erteilte Dr. Udo Füssel weitere Informationen. Hierzu gab es zuletzt eine Sitzung am 25. Oktober 2014. Zunächst einmal müssten aber alle alten „Baustellen“ abgearbeitet werden. Dann habe man die Verbandsgrenzen zu definieren (welche Regionen gehören dazu), dann das Thema Gebiete sowie die Eigenständigkeit der Bezirke, da selbständig eingetragene Vereine. Hier müsse die Weisungsberechtigung, die rechtliche Stellung und die Pflichtaufgaben zunächst geklärt werden. Weiterer Klärung bedürften  die beiden Säulen Sport und Tradition im Verband und die Erwartung der Mitglieder. Dazu sei auch eine Mitgliederbefragung angedacht. Sport und Tradition müssten sich in der Satzung wiederfinden! Und alle bisherigen Ideen zur neuen Satzung sollen natürlich übernommen werden. Dies alles sei aber nicht bis zur nächsten Delegiertentagung möglich. Die Forderung nach qualifizierten Mitarbeitern im AK konnte durch die Mitarbeit der beiden Juristen van Eisern und Kohlheim nachgekommen werden. Es fehle aber noch ein entsprechender Mitarbeiter aus dem Süden. Hier wurde von der Landesdamenleiterin die Beteiligung einer Frau im AK eingefordert. Man einigte sich auf Vize Manuela Göbel.

Weitere Themen waren die anstehenden nächsten Termine sowie Hinweise zur Sachkundeausbildung durch private Anbieter.

 

 



Autor: K. Zündorf
Datum: 09.11.2014

 

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