Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

RSB-Sportausschusssitzung 2015

Am gestrigen 1. März 2015 traf sich der RSB-Sportausschuss zu seiner alljährlichen Sitzung. Hierzu waren neben dem Landessportleiter, Norbert Zimmermann, 28 stimmberechtigte Landesreferenten und Bezirkssportleiter, sowie zwei Gäste angereist. Getagt wurde wieder in den Sitzungsräumen der RSB-Geschäftsstelle in Leichlingen.

Nach Abhandlung der Sitzungsregularien standen wiederum eine Reihe von Tagesordnungspunkten zur Abarbeitung an. So zunächst einmal der Bericht des Landessportleiters und die Kurzberichte und Informationen der einzelnen Landesreferenten. Mit Ausnahme der Landesreferenten Vorderlader und Laufende Scheibe, hier werden dringend Nachfolger gesucht, erklärten sich alle zu einer erneuten Kandidatur für weitere vier Jahre im kommenden Jahr bereit. Sämtliche Berichte werden in der Sonderausgabe 2015 des RSB-Journals veröffentlicht.

Ein weiterer Punkt war hier dann u. a. die Informationen der Klassifiziererin, Sylvia Torba, zum Teil 10 der Sportordnung sowie nachfolgend die Erfahrungsberichte der Bezirkssportleiter zu diesem noch neuen Teil der Sportordnung. Zunächst berichtete aber der Landessportleiter über den bisherigen Werdegang.

Wenn man auch verbandsseitig nicht nur die Vereine, sondern auch alle betroffenen „Menschen mit körperliche Behinderung“ persönlich angeschrieben habe, sei der Informationsfluss nicht so gewesen, wie es sich die betroffenen Schützen und die Untergliederungen  vielleicht gewünscht hätten. Letztlich herrsche aber zu diesem Thema immer noch eine große Unsicherheit – ebenso hätte man sich aber auch eine bessere Unterstützung seitens des DSB hierzu gewünscht.

Einige Schützen seien mit dem neuen Verfahren nicht einverstanden gewesen. Auch habe man die Klassifizierung durch eine Physiotherapeutin wie auch die vom Verband dazu erhobene Bearbeitungsgebühr in Frage gestellt. Da bisher noch nicht alle betroffenen Schützen einen „Antrag auf Klassifizierung“ gestellt hätten, käme bei den anstehenden Meisterschaften nun auch noch eine „Ungleichbehandlung“ hinzu.

Ein Gespräch zwischen dem DSB und dem DBS habe die Einigung gebracht, dass der komplette schießsportliche Bereich an den DSB übergehe.

Verbandsseitig sei man ferner übereingekommen, die hier entstehenden Kosten aus den sogenannten Projektmitteln zu finanzieren. Die bereits gezahlten Bearbeitungsgebühren werde man daher zurückerstatten.

Anschließend beschloss der Sportausschuss mehrheitlich mit 22 Ja-Stimmen die weitere Verfahrensweise bis zum Sportjahr 2017 wie folgt: Schützen, die klassifiziert worden sind schießen die LVM 2015 mit neuer Klassifizierung  – die nicht klassifizierten Schützen schießen mit den alten Erleichterungen bis 2017.

LSpL Zimmermann hatte die Sitzungsleitung an Kai Bolten übergeben.

Der zweite Vorschlag: Alle Schützen schießen die LVM 2015 mit den alten Erleichterungen - die Meisterschaften 2016 werden erst mit den neuen Klassifizierungen geschossen – die nicht klassifizierten Schützen schießen mit der alten Erleichterung bis 2017 – die geschossenen Bezirksmeisterschaften 2015 mit neuer Klassifizierung werden nicht wiederholt, fand mit 2 Ja-Stimmen keine Mehrheit.

Anlässlich ihres Berichtes verwies Frau Torba u. a. auch darauf, dass sowohl nach DBS- als auch nach DSB-Regelung ausschließlich Orthopäden, Neurologen und Physiotherapeuten in München als Klassifizierer ausgebildet worden seien. Ebenso habe der DBS die Bearbeitungsgebühr vorgeschrieben, dies hätten alle Klassifizierer auch gegenüber dem DBS schriftlich erklären müssen.

Ein weiteres Thema war an diesem Tag dann der „Wegfall des Stammvereins“ sowie eine mögliche Änderung des Antragverfahrens dazu (Antrag auf Startberechtigung). Hier trug der Landessportleiter mittels Powerpoint-Präsentation den Sachverhalt und den Änderungsvorschlag ab 2016 vor. Zukünftig wird der Schütze auch seine im Neon-Mitgliederverwaltungsprogramm (NMVP) hinterlegten Daten einsehen können.

Nach ausgiebiger Diskussion wurde wie folgt abgestimmt: Der Schütze ist nur Mitglied in einem Verein - neue Mitglieder, die nur einem Verein beigetreten sind, brauchen ab dem Sportjahr 2016 keinen „Antrag auf Startberechtigung“ mehr zu stellen! Für alten Mitgliedschaften wird die gleiche Regelung angewandt.

Bei allen anderen Fällen (mehr als ein Verein) - ist ein „Antrag auf Startberechtigung“, ggf. mit Zuordnung des neuen „Stammvereins“, zu stellen. Bestehende Zuordnungen der Disziplinen bleiben erhalten.

Der Beschluss wird nun abschließend dem Gesamtvorstand zur letztendlich Entscheidung vorgelegt.

Folgend informierte der Landessportleiter dann über das Sportjahr 2016 sowie über die vorangegangenen Sitzungen des DSB-Sportausschusses. Themen waren hier unter anderem die Verpflichtungserklärung für EU-Bürger; in den olympischen Disziplinen können Altersschützen usw., die das Limit der Schützenklasse erreicht haben, zukünftig keine zusätzliche Erklärung mehr abgeben und somit auch nicht mehr zweimal starten. Ein Antrag auf Einführung einer Bundesliga LG-Auflage wurde als überzogen abgelehnt. Auch befände sich der Sommer-Biathlon im „freien Fall“, da die IBU dies aus dem Programm gestrichen habe und es keine internationalen Begegnungen mehr geben werde. Es werde aber weiterhin eine DM durchgeführt. Hingegen habe die ISSF den Target-Sprint eingeführt und es soll auch ein DSB-Kader gebildet werden.

Ebenso bereitet, laut DSB, der Bogenbereich massive Probleme. Hier würde eine eigene Sportordnung (mit einem eigenen allgemeinen Teil) und eine zweite Deutsche Meisterschaft Halle angestrebt. Die DM in der Disziplin GK 300 m Freie Waffe (3x40) werde entfallen. Für das Perkussionsdienstgewehr werde der Passus über das Griffstück in der SpO geändert und nur noch originalgetreue Griffstücke zulässig.

Die DM 2015 Feldarmbrust und DM 2015 Target-Sprint werde man auf dem Bogenplatz in München austragen sowie die Disziplin GK-Liegendkampf Damenklasse auf Sonntag verlegen. Dann werde auch die Disziplin KK-Sportpistole Damen-Alt wegen Reduzierung der Teilnehmerzahlen samstags durchgeführt. Parallel zu dem in diesem Jahr stattfindenden Weltcupfinale beabsichtigt man die Disziplin Laufende Scheibe im hinteren Bereich der linken Finalhalle durchgeführt.

Für das Sportjahr 2016 wird eine DM KK 100 m Auflage Diopter eingeführt. In der Freien Pistole werde eine Einzelwertung Senioren und die Mannschaftswertung Altersklasse (einschl. Senioren) eingeführt und ebenso für die Jugendklasse geöffnet. Der RSB-Antrag, den Kniendanschlag in der Disziplin Armbrust 30 m international, ab der Altersklasse auch sitzend zu erlauben, sei abgelehnt worden, obwohl sich die Armbrust-Referenten auf ihrer Sitzung dafür ausgesprochen hatten. Bei den Senioren C ist zukünftig die Hockerhöhe entsprechend der Tabelle im Teil 10 der SpO zugrunde zu legen. Landesverbandsintern wurde die Disziplin Perkussionsgewehr-Auflage ab 2016 mit in die die Ausschreibung aufgenommen.

Mit Hinweisen zu den weiteren anstehenden Terminen und Informationen zum Landeskönigsschießen 2015, zum Thema Erhaltung des LLZ in Bad Kreuznach und dem DSB-Entwurfspapier Verbandsstrukturen innerhalb der politischen Grenzen konnte der Landessportleiter die diesjährige Sitzung beenden.

Mehr im nächstmöglichen RSB-Journal.



Autor: K. Zündorf
Datum: 02.03.2015

 

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