Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Das Gebiet Nord tagte in Ratingen

Die Delegierten des Gebietes Nord tagten dieses Jahr zu ihrer alljährlichen Sitzung am 12. März im Bürgerhaus Ratingen und damit im Bezirk 04 1. Rund 90 Personen, davon 50 Stimmberechtigte, konnte der Gebietsvorsitzende und RSB-Vizepräsident, Achim Veelmann, an diesem Abend willkommen heißen.

Insbesondere begrüßte er folgend den Gebietsehrenvor- sitzenden Helmut Schneider sowie die anwesenden Ehrenmitglieder und die Bezirksvorsitzenden. Aber auch der Vizepräsidentin Mitte, Sabine Ley, sowie der Landesdamenleiterin. Brigitte Brachman, galt sein weiterer Gruß. Entschuldigen musste er Präsident Willi Palm, der an diesem Abend als DSB-Vertreter in Sachen Schießstandsachverständigen-Thema beim DOSB weilte. 

Nach Abhandlung der üblichen Sitzungsregularien kam man dann folgend zu den einzelnen Berichten der Vorstandsmitglieder.

Hier konnte der Gebietsvorsitzende Achim Veelmann über viel Positives aber leider auch über negative Ereignisse berichten. Zunächst galt sein Dank aber allen Delegierten die sowohl ihn als auch Brigitte Brachmann anlässlich des kleinen Schützentages in Rheydt einstimmig entlastet sowie einstimmig Willi Palm zu ihrem neuen Präsidenten gewählt hätten.

Leider fühlten sich die Traditionsschützen im Verband benachteiligt und sehen keine Vorteile für sich. Hierzu verwies Veelmann u. a. auch auf den umfangreichen Versicherungsschutz bei einer Mitgliedschaft im Landesverband. Als Verein würde man diesen günstigen Preis nicht erhalten. Bereits anlässlich der Gebietsdelegiertentagung 2013 habe er hierzu ein entsprechendes Referat gehalten. Im Übrigen sei man im DSB eine Solidargemeinschaft von derzeit rund 1,4 Millionen Mitgliedern und erhalte so eine entsprechend politische Unterstützung. Bei geringeren Mitgliederzahlen wäre dies natürlich nicht so effektiv. Und bleibe es ausschließlich bei den vereidigten Schießstandsachverständigen, so weiter, ständen den Vereinen erhebliche Mehrkosten ins Haus.

Folgend beschrieb er seine Tätigkeiten im vergangenen Berichtszeitraum. Weitere Hinweise galten der Arbeit des kooptierten Mitglieds Gustav Hensel, der sich intensiv um die Traditionsarbeit kümmere. Kürzlich habe er im Landtag einigen Abgeordneten die Probleme der Schützen gut vorbereitet schildern können. Auch sei anlässlich der letzten GV-Sitzung des DSB der Vorschlag unseres Präsidenten die Beiträge zu splitten nicht negativ aufgenommen worden.

Leider wäre seine die Einladung, so der Gebietsvorsitzende, der Kreis- und Bezirksjugendleiter nach Ratingen nicht besonders gut angenommen worden. Wohl dem habe man dort gute Anregungen erhalten. Man werde gemeinsame Lehrgänge durchführen und so die Gelder des LSB sinnvoll verwenden.

Auch konnte er die gute Zusammenarbeit mit der neuen Landesjugendleitung mitteilen. Leider spüre man nun die damals gemachten Fehler mit der Rückgabe von Burghard von Enckevort. Seit dem habe auch keine Jugendleiterausbildung mehr stattgefunden.

Sein weiterer Hinweis betraf die geplante Neuregelung des Gebietspokalschießens sowie seine Tätigkeiten in Gremien und den Besuchen von Vereinsjubiläen und der Ehrung langjähriger Mitglieder. Hier dankte er Helmut Schneider für dessen stete Unterstützung.

De Fachschaft Sportschießen NRW bestehe seit den siebziger Jahren, allerdings akzeptiere der LSB, so die Erläuterungen hierzu, nur einen Spitzenverband. Vor zwei Jahren habe man auf Wunsch des LSB und des Sportministeriums eine gemeinsame Satzung erstellt, die nun aber nochmals überarbeitet werden müsste. Zukünftig werden dann die Gelder direkt an die Fachschaft ausgezahlt und gingen zur Verteilung nicht mehr erst über den WSB. Auch seien gemeinsame Kader aufzustellen. Im Gewehrbereich habe man dem bereits nachkommen können. Seine weiteren Erläuterungen betrafen dann die Punktevergabe zu den Fördergeldern.

Nach einer Pause arbeite nun der Satzungsausschuss aktiv an der weiteren Erstellung einer neuen Satzung. Gebietsseitig wären hieran Gustav Hensel und Karl Krapp beteiligt.

Mit aktuellen Hinweisen zum Präsidium endete dann sein Bericht. Leider rumore es im Süden weiter. Gegenüber dem neuen Präsidium gebe es Drohungen durch einzelne Personen. Allerdings seien die angesprochenen Punkte bereits im Vorfeld abgestellt worden. Sicherlich sei die frühere Handhabung nicht in Ordnung gewesen und deshalb auch nicht übernommen worden. Auch ihm seien Vorwürfe gemacht worden, die allesamt widerlegbar seien. 1. Weihnachten habe es dann noch ein weiteres Schreiben gegeben, in dem man sogar die Geschäftsleitung insistiert habe.

Man suche weiterhin einen neuen Schatzmeister/in. In Zusammenarbeit mit dem Steuerbüro, der Geschäftsführerin und dem Präsidenten arbeite man zurzeit mit einer Interimslösung.

Es folgte der Bericht des Gebietssportleiters Markus Fundament, der aus familiären Gründen nicht mehr kandidieren wollte. Hier gab es zunächst einen Rückblick zur vergangenen Gebietsmeisterschaft. Die Beteiligung sei gut gewesen aber man habe aufgrund der tatsächlichen Standkapazitäten ein Zeitproblem gehabt und musste so von 8 bis 21 Uhr schießen. Er dankte dem gesamten Team für große Hilfe. Leider seien auch beim Bezirkspokalschießen LG und LP am Sonntag nicht alle Bezirksmannschaften angetreten.

Da er nicht mehr kandidierte, galt zum Schluss sein Dank allen Vereinen und Helfern und er bat darum, auch seinen Nachfolger zu unterstützen.

Es folgten dann Ergänzungen durch seine Stellvertreter Jens Vehlhaber zur vorangegangenen Sitzung der Bezirkssportleiter in Essen. Aufgrund der kurzfristigen Einladung seien allerdings nicht alle sieben Bezirkssportleiter angereist. Alle dortigen Vorschläge habe man aufgelistet. So werde man das Pokalschießen von der Gebietsmeisterschaft trennen. Das Schießen soll inhaltlich attraktiver gestaltet werden. Dazu werde man die Zusammensetzung ändern und eine Mixed-Mannschaft ausschreiben und zwar mit jeweils 2 LP-, 2 LG- und 2 LG-Auflage-Schützen männlich/weiblich.

Als neue Termine seien wie folgt geblockt worden: der 20. September 2015 für den Pokal und der 26. und 27. September 2015 für die Gebietsmeisterschaft.

Der Ligareferent, Hans-Werner Buschmann, informierte die Delegierten unter anderem darüber, dass man „mangels Masse“ im Gebiet Mitte insgesamt fünf Mannschaften bei uns aufgenommen habe. Leider hätte man aber auch Sanktionen aussprechen müssen, da eine Mannschaft nicht angetreten sei, zwei Wettkämpfe nicht bis zum Endtermin geschossen wurden und eine Mannschaft nicht zur Relegation angetreten sei. Es folgten Hinweise aus Gebietssicht zu den teilnehmenden Mannschaften in der 1. und 2. Bundesliga bzw. Rheinlandliga und zu den Relegationswettkämpfen.

Dann stand der Bericht des Geschäftsführers Finanzen, Detlev Schlüter an. Schlüter schilderte zunächst einmal das Zahlenmaterial und nannte den Kassenbestand. Hinweise gab es folgend zur Abschaffung der Barkasse, zu leider noch offenen Startgeldern und zur erfolgten Kassenprüfung 2013 und 2014. Im Übrigen werde die Hauptkasse über den RSB geführt. Er beanstandete dann aber eine Belastung von 50,-- € aufgrund einer angeforderte Saldenbestätigung obwohl der Originalkontoauszug doch vorgelegen habe. Anschließend dankte er für das ihm erteilte Vertrauen und nutze folgend die Gelegenheit, um sein Interesse an eine Kandidatur um das Amt des stellvertretenden Gebietsvorsitzenden zu bekunden.

Dirk Bronner, der Geschäftsführer Schriftwechsel, konnte seinen Bericht wie gewohnt kurz fassen. Auch er schilderte seine Arbeitsabläufe.

Es folgte die Aussprache zu den Berichten. Hier gab es Fragen zu den Traditionsschützen, zu den „Weihnachtsgrüßen“ aus dem Süden und zum neuen Pokalmodus mit einer Mixwertung, da auch die Frauen ihr Schießen ja bereits auf zwei Teilnehmer/Bezirk gekürzt hätten.

Da keine weiteren Fragen anstanden, gab es Hinweise von Achim Veelmann zu den Entlastungen 2013 und 2014.

Der Bericht der Kassenprüfer, sowie folgend die Beantragung der beiden Entlastungsanträge für die Jahre 2013 und 2014, wurde von Sonja Schlabbers vorgetragen. So habe sie mit Bernd Borkowski zusammen die Kasse geprüft und eine korrekte und einwandfreie Kassenführung feststellen können.

Über die beiden Anträge wurde wie folgt abgestimmt: Für 2013 – Entlastung bei 2 Enthaltungen. Für 2014 Entlastung einstimmig.

Bei der nachfolgenden Wahl eines Wahlausschusses wurden Helmut Schneider, Karl Krapp und Jakob Schlabbers vorgeschlagen und gewählt (en-bloc bei 3 Enthaltungen). Der Wahlausschuss benannte dann Helmut Schneider zu dessen Vorsitzenden.

Bezüglich der Bestellung des Gebietsvorsitzenden Nord, gab es von Seiten des Gebietsvorsitzenden einige Erläuterungen. Achim Veelmann wird sich bei der Delegiertentagung in Bad Honnef zur Wahl stellen. Die Bestellung erfolgte einstimmig. Zuvor hatte Helmut Schneider die Delegierten um ein entsprechendes Votum für den Gebietsvorsitzenden und RSB-Vizepräsidenten gebeten. Er beanstandete abschließend auch das unmögliche Verhalten einiger Schützen gegenüber der Verbandsführung.

Achim Veelmann dankte folgend Markus Fundament für seine bisherige Gebietsarbeit in Doppelfunktion und hoffte, dass man in einigen Jahren wieder auf dessen Engagement zurückgreifen könnte.

Heute sei man in der Luxussituation, über gleich zwei Aspiranten für das Amt des stellvertretenden Gebietsvorsitzenden zu verfügen. Da Detlev Schlüter sein Interesse bereits im Vorfeld bekundet hatte, stellte sich folgend auch Gustav Hensel vor und begründete nun ebenfalls seine Kandidatur. Da keine weiteren Kandidaten vorgeschlagen wurden, kam man zur geheimen Wahl, die folgend mit 39 zu 11 Stimmen zu Gunsten von Gustav Hensel ausging.

Neuer Gebietssportleiter wurde dann der vorherige Stellvertreter, Jens Vehlhaber, bei 5 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen. Der ebenfalls vorgeschlagene Wolfgang Berndt stellte sich nicht der Wahl.

Die Wiederwahl des Ligareferenten, Hans-Werner Buschmann, erfolgte einstimmig.

In diesem Jahr mussten gleich 2 Kassenprüfer neu gewählt werden. Zum einem war Bernd Schäper aufgrund seiner Wahl zum Bezirksvorsitzenden 04 1zu ersetzen und zum anderen war die Amtszeit von Bernd Borkowski abgelaufen. Eine Wiederwahl war hier nicht möglich, da Borkowski nicht anwesend war. Vorgeschlagen wurden aus der Versammlung dann Michael Brögeler (Bezirk 05) sowie Eckhardt Wilms (Bezirk 01). Beide wurden einstimmig en-bloc für 2 bzw. für 3 Jahre gewählt.

Folgend rief Karl Krapp die Anwesenden dazu auf, nach Bad Honnef zu fahren und damit Geschlossenheit zu zeigen. Im Übrigen bewiesen die „Weihnachtsgrüße“, dass entsprechende Kenntnisse lanciert worden seien.

Es folgten die Hinweise zum anstehenden Rheinischen Schützentag vom 17. bis 19. April 2015 in Bad Honnef.

Im Anschluss wies die Vizepräsidentin Mitte, Ley, daraufhin, dass das Gebiet Mitte anlässlich seiner Delegiertentagung beschlossen habe, die Nachwahl der Vizepräsidentin Süd, Manuela Göbel, zu unterstützen. Dementsprechend bat Achim Veelmann ebenfalls um eine entsprechende Unterstützung durch die Delegierten des Gebietes Nord.

Anlässlich der nachfolgenden Ehrungen wurde Gustav Hensel mit dem DSB-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

Im Anschluss hieran dankte der Bezirksvorsitzende 04 1, Bernd Schäper, dem Gebietsvor- sitzenden und dem Gebietsvorstand für die geleistete Arbeit. Es sei nicht in Ordnung, so weiter, wie man mit dem Präsidenten umgehe. Man müsse sich gegen diese Personen wehren, die Unruhe in den Verband brächten.

Im Übrigen werde der LLStP Ratingen nun 25 Jahre alt. Deshalb werde man im August oder September einen Tag der offenen Tür veranstalten. Dazu werde zurzeit ein entsprechender Flyer erstellt und man werde hierzu erfolgreiche Sportler einladen. Die Anlage werde bis spätestens 2016 auf Elektronik umgestellt. Aufgrund einer Vermittlung durch Willi Palm hätte man bezüglich der Ratinger Anlage auch Gelegenheit gehabt mit Mitgliedern des Bundestages zu sprechen. Dafür dankte er. Abschließend überreichte er die neue Bezirksehrennadel an Achim Veelmann.
Mit Hinweisen über Änderungen im Sportbetrieb durch H. W. Buschmann konnte der Gebietsvorsietzende die Delegiertentagung schließen.

 



Autor: /Zü
Datum: 14.03.2015

 

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