Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

4. Parlamentarischer Abend Schützenbrauchtum

Am 22. September 2015 trafen sich Schützen und Landespolitiker zum vierten Mal im nordrhein-westfälischen Landtag zu einem Parlamentarischen Abend „Schützenbrauchtum NRW“. Hier sollte erneut einmal Dank gesagt werden für den Bürgersinn, die Heimatliebe und den Gemeinschaftsgeist unserer Schützinnen und Schützen aus dem hiesigen Bundesland.

Hierzu hatte die Präsidentin des Landtags NRW, Carina Gödecke, wieder zahlreiche Schützinnen und Schützen aus den Reihen des Rheinischen und des Westfälischen Schützenbundes, des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, des Sauerländischen Schützenbundes, des Bergischen und des Oberbergischen Schützenbundes, die Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine sowie des Kreisschützenbundes Büren eingeladen.
Ausdrücklich war darum gebeten worden, dass die Gäste an diesem Abend in Schützentracht und Abendkleid anreisten.

Aufgrund des schlechten Wetters musste leider auch in diesem Jahr erneut wieder einmal der Große Zapfenstreich ins Innere des Parlamentsgebäudes verlegt werden. Was aber den weiterem Ablauf keinen Abbruch tat. Für die dann anstehende musikalische Abfolge waren wieder das Tambourcorps Düsseldorf-Bilk sowie die Musikkapelle Kleinbroich zuständig.

Folgend eröffnete die Landtagspräsidentin Carina Gödecke gemeinsam mit -Vizepräsident Eckhard Uhlenberg den Parlamentarischen Abend und begrüßte insbesondere die anwesenden Verbände mit ihren Präsidenten sowie aber auch die angereisten Königspaare.

Hierzu stellte die Landtagspräsidentin fest, dass der Landtag mit diesem Abend gerne den Wunsch der Schützenverbände in NRW erfüllt habe, Tradition und Brauchtum des Schützenwesens zu präsentieren und zu ehren - wie bereits zuvor in den Jahren 2008, 2011 und 2013.
Auf den Werdegang eingehend, erinnerte Gödeck daran, dass sich der Landtag bereits im Jahre 2008 intensiv mit dem Schützenwesen in NRW befasst und einstimmig zur Auffassung gelangt sei, dass das Schützenbrauchtum in unserem Land Anerkennung und Unterstützung für sein herausragendes gesellschaftliches Engagement verdiene.

Im Übrigen, so ihr weiterer Hinweis, leisteten die Schützen einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft – über alle Generationen hinweg. Besonders hob Gödecke dazu hervor, dass über 100.000 junge Menschen zwischen 12 und 25 Jahren in den Jugendorganisationen der Schützen aktiv seien. Von den dort erworbenen Erfahrungen und Fähigkeiten wie Teamgeist und Wir-Gefühl profitierten die Jugendlichen ein Leben lang.

Und abschließend dann: „(…) Die Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft hängt von den engagierten Menschen ab – in den Berufen, aber auch im Ehrenamt. Leistungsträger sind die Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, so wie Sie es als Schützen in Ihren Vereinen und Bruderschaften tun.“

Für die Gäste sprach in diesem Jahr der Bundesoberst des Sauerländischen Schützenbundes, Martin Tillmann, der an diesem Tag auch seinen Geburtstag feierte. Tillmann bedankte sich zunächst im Namen der beteiligten Schützenverbände für die herzliche Einladung zur vierten Auflage des Parlamentarischen Abends. Damit werde auch eine notwendige Brücke geschlagen zwischen den politischen Verantwortungsträgern und den ehrenamtlich tätigen Schützen.

Dieser Brückenschlag sei notwendiger denn je, denn die allgegenwärtige Situation der Tausende ankommenden Flüchtlinge in Deutschland wäre ohne den selbstlosen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern nicht zu meistern. Diesen Menschen gebühre unsere allerhöchste Anerkennung und Respekt. Dieser uneigennützige Einsatz zum Wohle der Flüchtlinge belege aber auch, dass die Politik den ehrenamtlich Tätigen die Frei- und Handlungsspielräume lasse, die für ein funktionierendes demokratisches Gemeinwesen notwendig seien.

Der Bundesoberst, dann aus einem Artikel der Westfalenpost zitierend weiter schildernd, wie gefährlich es sei, wenn bürokratische Hürden und Hemmnisse mehr und mehr auf funktionierende Mechanismen in belastender Weise Einfluss nehmen würden. Denn gedeihliches Miteinander funktioniere nun einmal nicht ohne ehrenamtliches Engagement. Tatsächlich genüge es nicht, dass die Politik vollmundig das Hohelied auf das Ehrenamt anstimme, gleichzeitig aber die schützenden Rahmenbedingungen vernachlässige, diese sogar mit immer neuen Verordnungen und Kontrollen untergrabe. Der Staat könne es sich schlicht nicht leisten, auf Institutionen  wie Schützenvereine zu verzichten. Er stände also sozusagen in der unbedingten Pflicht, die Schützen entsprechend zu schützen.

Dem sei, so Tillmann, nichts hinzuzufügen. Die zahlreichen Regelungen auf allen Ebenen seien für sich genommen möglicherweise noch erträglich, würden aber den Handlungsspielraum der  Schützen, der ehrenamtlich Tätigen, in seiner Gesamtheit unnötig einschränken.

Bevor man dann zu den allgemeinen Gesprächen, aber auch ebenso zum bereitgestellten Imbiss und den Getränken kam, die im Übrigen wieder von unseren Sponsoren Sinalco und Rheinfelsquelle bereitgestellt worden waren, ehrte man noch drei nordrhein-westfälische Sportler mit Präsenten.

So den Westfalen Matthias Dreisbach und die beiden Rheinländer, Pierre Michel und Amelie Kleinmanns für ihre bisherigen internationalen aber auch nationalen Erfolge.

Mehr im kommenden RSB-Journal 6/2015.

 



Autor: K. Zündorf
Datum: 23.09.2015

 

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