Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Herbstsitzung des RSB-Gesamtvorstandes

Am 8. November 2015 traf sich der Gesamtvorstand des Rheinischen Schützenbundes zu seiner alljährlichen Herbstsitzung im großen Sitzungssaal des Verbandes in Leichlingen. Hier galt es wieder einmal eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten.

Nach der Begrüßung der Anwesenden durch Präsident Willi Palm - besonders genannt wurden hierbei u. a. DSB-Vizepräsident Recht, Jürgen Kohlheim, sowie Egon Beckmann als stellvertretender RSB-Schatzmeister, aber auch Günter Vetter als Leistungssportbeauftragten in RLP - übernahm Kai Bolten die Sitzungsleitung.

Nach Abwicklung der Regularien kam man zunächst einmal zu den schriftlich vorliegenden Berichten der Präsidiumsmitglieder und der Geschäftsführerin, die zum Teil folgend noch mündlich ergänzt wurden.

Danach hatte Jürgen Kohlheim Gelegenheit, den Gesamtvorstand bezüglich des Waffenrechts auf den neusten Stand zu bringen. Unter anderem zur geplanten kleinen Novelle des Waffengesetzes mit Hinweisen zu den §§ 6 (Persönliche Eignung) und 15 a (Sportordnung), aber auch Anmerkungen zur Aufbewahrung, zu einer Amnestieregelung und zu den Beschusszeichen waren Inhalte seiner Informationen. Weitere Hinweise galten dem Schießstandsachverständigenthema mit der Erstellung des Ausbildungs- und Fortbildungskonzeptes nach § 12.

Folgend gab Landesschatzmeister Heinz Markert Hinweise und Erläuterungen zu den Haushalten 2015 und 2016. Dazu lag dem Gesamtvorstand auch eine entsprechende Tischvorlage vor. Markert stellte klar, dass man nicht immer nur Beiträge erhöhen dürfe, sondern man müsse zunächst einmal die Ausgaben auf den Prüfstand stellen. Der ordnungsgemäße Betrieb der Geschäftsstelle und des Schießsports müsse jedoch sichergestellt sein. Er selber sei Traditionsschütze - aber man müsse zusammen und nicht gegeneinander arbeiten. Vieles hänge allerdings vom Mitgliederbestand ab, der großen Einfluss auf die Kassenlage habe.

Willi Palm berichtete anschließend über den aktuellen Sachstand zum Punkt RSB 2020. Zukünfig wolle man die Bezirksvorsitzenden mehr einbinden. Gemeinsam sollen entsprechende Aufgaben festgelegt werden, um hier einen Gleichklang zu erreichen. Denn zurzeit sei die Intensität noch sehr unterschiedlich. Auch werde man einen Workshop oder Arbeitskreis einrichten.

Danach be sprach man Aufnahmen und Austritte von Vereinen. Hierbei nannte die Geschäftsführerin auch Begründungen zum Austritt. Kohlheim machte dann diesbezüglich darauf aufmerksam, dass der Bundesverband beabsichtige, dass 3-D-Bogenschießen bundesweit einzuführen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Zusammenarbeit der Fachverbände, so zum Fachverband Sportschießen Rheinland sowie zur Fachschaft Sportschießen NRW. Hierzu hatten Günter Vetter und Achim Veelman folgend Gelegenheit zu entsprechennden Hinweisen und Informationen.

Zunächst wurde aber Verbandsseitig  auch darauf hingewiesen, dass man mit dem derzeitigen Stand bezüglich des Fachverbandes nicht zufrieden sei. Letztlich könne hier keiner gewinnen und bis auf ein kleines Grüppchen wollten die meisten doch nur schießen. Auch spreche der RSB sowohl mit dem Westfälischen Schützenbund als auch mit den Pfälzer Sportschützenbund, insbesondere natürlich auch um hier Abläufe zu verbessern und Ressourcen einzusparen.

Anschließend zeigte Willi Palm dem Gesamtvorstand anhand der bekannten Mitgliederstrukturen der Jahre 2005 bis 2015, der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung und den vorliegenden Altersstrukturen im RSB die zukünftige Mitglieder-/Vereinsentwicklung auf.

Insbesondere habe man in den Jahren 2011 und 2012 starke Austritte zu verzeichnen gehabt. Aber es gebe in 2015 auch wieder mehr Eintritte, insbesondere bei den Bogensportlern. Palm verwies folgend auf die Anregung eines Vereinsvorsitzenden, dass doch jedes Mitglied in 2016 versuchen sollte, zu mindestens ein neues Mitglied zu werben!

Zwischenzeitlich konnte der Satzungsausschuss einen neuen Satzungsentwurf erstellen, dessen Werdegang der Vorsitzende des Arbeitskreises, Dr. Udo Füssel, kurz erläuterte. Der Gesamtvorstand kam anschließend einstimmig überein, den Entwurf nicht erst durch die Gremien zu reichen, sondern direkt auf die Verbands-Homepage einzustellen, damit die Mitglieder sich bereits im Vorfeld darüber informieren und sich dazu äußern können. Dazu wird nun kurzfristig eine besondere eMail-Adresse beim Verband eingerichtet.

Ein weiterer Punkt war nun das Thema Versicherungen. Hierzu gab es verschiedene Erläuterungen von der Geschäftsführerin, insbesondere wegen bestehender Irritationen von Kreis- und Bezirksvorsitzenden bezüglich nach der Verselbstständigung der Untergliederungen. Es bleibe jedoch alles beim alten, so ihr Hinweis. Lediglich der Inventar wäre nun nicht mehr über den Landesverband mitversichert. Ein spezieller Flyer werde erstellt.

Im Anschluss hieran besprach der Gesamtvorstand einen Antrag bezüglich der Vergabe der Präsidentenmedaille, die angedachte Verlegung der alljährlichen Delegiertenversammlung in den Herbst sowie den Beitritt in den Bundesverband Schießstätten.

Zunächst erläutere Heinz Markert seinen Antrag, zukünftig die Präsidentenmedaille nicht nur durch Präsidiumsmitglieder sondern bei Bedarf auch durch die Bezirksvorsitzenden überreichen zu lassen. Begründet wurde dies mit dem Hinweis, dass seit einiger Zeit die Anzahl der Verleihungen deutlich angestiegen sei. Dem wurde bei einer Enthaltung zugestimmt.

Erläutert wurde durch den Präsidenten nachfolgend auch die Verlegung des Delegiertentages in den September, also nach der DM und vor der KM. Damit entzerre man die zahlreichen Termine im April wie den Deutschen Schützentag, die Landesverbandsmeisterschaften und viele Schützenfeste. Dies soll ab 2017 greifen. Die Zustimmung erfolgte bei 2 Enthaltungen.

Aufgrund der zunehmenden Probleme der Schießstandbetreiber strebt der Landesverband eine Mitgliedschaft im Bundesverband Schießstätten an. Hierdurch könne man auf entsprechende Rechtsberatungen und Informationen über die Pflichten der Schießstandbetreiber oder zu den Bleibelastungen auf den Bundesverband zurückgreifen. Die Aufnahme wurde einstimmig gebilligt.

Danach gab es einen Hinweis zum Diebstahl einer Auswertemaschine im Raum Essen. Vor einem diesbezüglichen Erwerb wurde daher gewarnt.

Es folgten Erläuterungen zur Struktur des DSB. Das sogenannte „Kinkpapier“ lag den Gesamtvorstandsmitgliedern vor. Hierzu gab es Hinweise von Willi Palm, der einer entsprechenden Arbeitsgruppe beim DSB angehört. Nach dem 1. Entwurf in 2014, der bereits im Vorfeld verteilt worden sei, habe es eine Überarbeitung in 8/2015 gegeben. Leider wären hier weder der DSB-Vorstand noch alle Mitglieder der Arbeitsgruppe im Vorfeld darüber informiert worden.

Zum Punkt Personelles, gab es bezüglich der ehrenamtlichen Mitarbeit den Hinweis zu derzeit vakanten Positionen, wie dem Referenten Vorderlader oder Ziel im Visier. Zum letzteren gebe es in Kürze eine entsprechende Ausschreibung in den RSB-Medien.
Die Bestellung des stellvertretenden Schatzmeisters erfolgte nach kurzer Vorstellung einstimmig.
Zu Veränderungen der hauptamtlichen Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle folgten Hinweise durch Corinna Rosenbaum.
Danach dann die Bekanntgabe der Ausschussbesetzungen im Bereich "Schützentage" und "Tradition und Brauchtum" mit entsprechenden Erläuterungen durch Achim Veelmann bzw. Gustav Hensel. Die Zustimmung zu den Zusammensetzungen erfolgte jeweils einstimmig.

Zwei weitere Punkte behandelten die kommenden rheinischen Schützentage 2016 in Trier sowie 2017 und folgende als auch das Bundeskönigsschießen 2016 in Köln.

Über den anstehenden kleinen Schützentag in Trier informiert zunächst Prof. Dr. Willy Werner den Gesamtvorstand: so stehe der Veranstaltung nichts im Wege. Angeregt wurde auch den Einsatz von Bussen, dies sollten die Bezirke im Vorfeld klären.

Weitere Erläuterungen gab es zu den weiteren, nachfolgenden Schützentagen von 2017 bis 2020.

Das kommende Bundeskönigsschießen soll 2016 in Köln-Deutz stattfinden. Die letzte Entscheidung wird noch vom DSB-Gesamtvorstand erwartet, hierzu ist dessen kommende Sitzung abzuwarten. Weitere Erläuterungen gab es folgend durch die Vizepräsidentin Sabine Ley. Der Termin ist für den 16. Juli 2016 geplant.

Über die im Frühjahr durchgeführte Mitgliederbefragung berichteten Präsident Palm und die Geschäftsführerin Rosenbaum. Man will nun die Kernaufgaben des RSB anlässlich der kommenden Klausurtagung aufarbeiten.

Gustav Hensel informierte folgend über die ersten Vorarbeiten zum kommenden Verbandsjubiläum im Jahre 2022, 150 Jahre RSB. Hierzu hat Hensel auch den früheren Geschäftsführer Burckhardt Knot mit ins Boot genommen. Da im Jahre 2022 turnusmäßig ein kleiner Schützentag ansteht, sei zu überlegen, ggf. hier doch einen großen Schützentag einzuplanen. Alternativ könnten in den Jahren 2021 und 2023 stattdessen ggf. kleine Schützentage durchgeführt werden. Als Ort der Veranstaltung soll Düsseldorf als Gründungsstadt des RSB fungieren. Auch soll es wieder ein Jubiläumsbuch geben.

Die Notwendigkeit zur Anschaffung einer Reisestandarte erläuterte Gustav Hensel folgend. Hierzu waren auch verschiedene Angebote zu unterschiedlichen Qualität eingeholt worden. Der Gesamtvorstand folgte dann dem Vorschlag des Präsidiums.

Nach dem Punkt Verschiedenes konnte dann die Gesamtvorstandssitzung mit einem Schlusswort des Präsidenten am späten Nachmittag beendet werden.

Einen ausführlichen Bericht findet man in der nächstmöglichen Ausgabe des RSB-Journals.



Autor: K. Zündorf
Datum: 09.11.2015

 

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