Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Die Delegiertentagung in Ransbach-Baumbach

Gleich beginnt die Delegiertentagung.

Erstmals von einem Schützentag getrennt fand am 26. November 2017 in der Stadthalle von Ransbach-Baumbach die diesjährige Delegiertentagung des Rheinischen Schützenbundes statt. Hierzu waren an diesem Sonntagvormittag 172 stimmberechtigte Delegierte ins Zentrum des Kannenbäckerlandes gereist (so 115 Vertreter der derzeit 947 Vereine, 30 der 31 Gesamtvorstandsmitglieder, 24 der 44 Kreisvorsitzenden und 3 von 6 Ehrenmitgliedern).

Nachfolgend nun zunächst eine kurze Zusammenfassung des gestrigen Tages. Einen ausführlichen Gesamtbericht nebst Protokoll findet man dann in der kommenden Ausgabe 1/2018 des RSB-Journals.

Sportlehrehrung.

Eröffnet wurde die Delegiertentagung durch Präsident Willi Palm der sich freute, an diesem Vormittag  alle Anwesenden zu dieser Arbeitstagung in der Stadthalle begrüßen zu können. Hierbei hoffte er auch auf gegenseitige Achtung und Respekt. Sein besonderer Gruß galt dann den anwesenden Ehrenmitgliedern und Gästen. So Ehrenpräsident Friedel Hogrefe, Karl-Heinz van Eisern, Wim Schmitz und neben Jürgen Kohlheim, dem langjährigen DSB-Vizepräsidenten Recht, auch dessen Nachfolger Walter Wolpert.
Nach dem Totengedenken, hier gedachte man stellvertretend für alle verstorbenen Schützenschwestern und Schützenbrüdern Günther Spahr (RSB-Vizepräsident - 1987-1997), Heinz Hecking (Bezirksvorsitzender 08 - 1967-1981) und Elmar Brecklinghaus (Bezirksvorsitzender02 - 1988-2001), standen zunächst einmal die Ehrungen auf der Tagesordnung.

Die Sieger des RSB-Fotowettbewerbs.

Begonnen wurde mit der Ehrung der erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der WM, EM und DM 2017, die folgend Landessportleiter Norbert Zimmermann auf die Bühne bat. Leider hatten an diesem Tag nur 15 Sportler ihre Teilnahme zusagen können. Nach der Laudatio durch den Landessportleiter verlas dann folgend dessen Stellvertreter, Hans Pohl, die jeweiligen Erfolge und Norbert Zimmermann gratulierte nochmals jeden Sportler und übereichte Gutscheine bzw. Uhren.

Daran im Anschluss folgte die Ehrung der Sieger aus dem ausgeschriebenen RSB-Fotowettbewerb. So erhielten die drei Erstplatzierten Geldpreise und die folgenden zwei Platzierten als Sachpreis jeweils einen der neuen RSB-Wandkalender. Die Ehrung nahm Willi Palm vor.

Nun kam man zur Verleihung der RSB-Ehrenmitgliedschaft.

Verleihung der RSB-Ehrenmitgliedschaft.

Hierzu wurde zunächst einmal Jürgen Kohlheim durch den Vorsitzenden des Ehrungsausschusses, Wim Schmitz, auf die Bühne gebeten. Der frühere langjährige DSB-Vizepräsident Recht (2001-2017) ist seit dem Jahre 2001 auch Mitglied des Gesamtvorstandes des Rheinischen Schützenbundes. Seit dem Jahre 1983 war er für das Thema Waffenrecht im Bundesverband zuständig. Neben zahlreichen hohen Auszeichnungen wie die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes und der Ehrenmitgliedschaft im Deutschen Schützenbund wurde ihm nun unter stehendem Applaus der Delegierten die Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft im Rheinischen Schützenbund verliehen.

Persönlich überrascht wurde dann der langjährige Pressereferent des Rheinischen Schützenbundes, Klaus Zündorf, dem folgend ebenfalls die Ehrenmitgliedschaft des Landesverbandes verliehen wurde. Neben seinen Ämtern als RSB-Gewehrreferent (1983-1996) und Bezirksvorsitzender (2001-20013) ist er seit 1989 Redakteur  des RSB-Journals und seit 1992 auch RSB-Pressereferent und damit Mitglied des RSB-Gesamtvorstandes.

Das Präsidium während der Tagung.

Nach Abhandlung der üblichen Sitzungsregularien, wie die Feststellung der Anwesenheit und Stimmberechtigung sowie Genehmig des letztjährigen Protokolls, kam man dann zu den Berichten und Informationen der Präsidiumsmitglieder, des Geschäftsführers sowie der Rechnungsprüfer.

Während der Präsident seinen Bericht an diesem Vormittag nun mündlich vortrug lagen den Delegierten die Berichte aller weiteren Präsidiumsmitglieder schriftlich im mit ausgehändigten RSB-Journal 5/2017 vor. Hierzu gab es folgend auch keine weiteren mündlichen Ergänzungen.

Willi Palm gab nicht nur einen Rückblick über das zurückliegende Jahr sondern ließ auch zugleich die vier Jahre seiner Amtszeit Revue passieren. Hierbei blickte er auf eine intensive und arbeitsreiche Zeit zurück. So habe man alles getan was zu einer abschließenden Aufklärung der Affäre um den früheren Schatzmeister zu leisten möglich gewesen wäre. Durch sparsames Wirtschaften sei in den vergangenen  Jahren eine Beitragserhöhung verhindern worden. Man habe Transparenz versprochen und auch gehalten. Ebenso sei das Thema Öffentlichkeitsarbeit anders abgearbeitet worden. Dazu verwies Palm auf das RSB-Journal und auf den zukünftigen Internetauftritt. Ebenso habe man eine Dienstleistungsoffensive gestartet und man sei heute da wo man hin wollte. Der Dialog mit der Basis sei positiv aufgenommen worden. Man habe sich strittigen Themen angenommen und sich harten Diskussionen gestellt. Heute werde der Verband modern geführt, man habe daher vor der Zukunft keine Angst. Im Übrigen bestätigten alle Partner, dass es gelungen sei, den Landesverband in ruhigeres Fahrwasser zu führen. Allerdings ließen die nicht nachvollziehbaren Handlungen des Nachbarverbandes wieder ein wenig Unruhe aufgekommen. „Wir stehen jedoch weiter zum RSB und das in Gänze – aber auch zur guten Nachbarschaft“, so Präsident Palm.

Präsident Palm informiert über die letzten 4 Jahre.

Im Übrigen habe er Respekt vor der Tradition und dem Brauchtum. Daher habe man auch 2014 ein neues Amt geschaffen und mit Gustav Hensel einen Fachmann ins Präsidium berufen.

Auch seien es erfolgreiche Sportjahre auf nationaler Ebene gewesen. Er nannte dann folgend unsere erfolgreichsten Schützinnen und Schützen auf internationaler Ebene. Seine weiteren Hinweise zum Leistungssport galten folgend der positiven Entwicklung in der Fachschaft Sportschießen NRW. Ein weiterer Hinweis galt der positiven Mitgliederentwicklung.

Ferner möchte man die Ehrenamtler weiter stärken und noch mehr Menschen für die ehrenamtliche Arbeit begeistern. Ebenso wolle man den Kontakt zur Basis vertiefen und den Dialog mit den Vereinen ausweiten. Daher werde man in die Gebiete und Bezirke reisen. Das Lehrgangswesen werde verbreitert und bei Bedarf auch dezentralisiert. Das anstehende 150jährige Bestehen des RSB im Jahre 2022 plane man zu feiern. Hierzu werde sich der Bezirk Düsseldorf, der Gründungsort des Verbandes, um die Ausrichtung des Jubiläums bewerben.

Die Sitzungsleitung liegt in den Händen von Vize Veelmann.

Abschließend dankte er dann allen Ehrenamtlern, ohne die alle genannten Erfolge nicht möglich gewesen seien. Ein weiterer Dank galt den Partnern des Verbandes sowie seinen Präsidiumskollegen und der Geschäftsstelle.

Für die Delegierten fasste Willi Palm nachfolgend zunächst einmal alle bisherigen Informationen über den Verlauf des Verfahrensstandes der Streitigkeiten mit dem PSSB seit April 2017 zusammen.

Den Bericht der Kassenprüfer wurde von Eckhard Wilms vorgetragen, der dann bereits auch die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beantragte. Es folgte die Aussprache zu den Berichten.

Weitere Informationspunkte waren dann der Nachtragshaushalt 2017 und der Haushalt 2018: Beide Punkte wurden nach ausführlichen Erläuterungen durch den Schatzmeister Heinz Markert sowie Geschäftsführer Uwe Pakendorf folgend durch die Delegierten genehmigt.

Schatzmeister Markert berichtet über die Kassenlage.

Nach der Wahl des Wahlausschusses, Nord - BV Uwe Schlabbers, Mitte - Dittmar Gerwien und Süd - Karl-Heinz Pitton, und Festlegung des Wahlausschussvorsitzenden, Gerwien, kam man zur einstimmigen Entlastung des Geschäftsjahres 2016.

Nach der Mittagspause lud zunächst Georg Joosten von der SSG Kevelaer zur zweiten Liveübertragung des Bundesligaheimkampfes im Luftgewehr vom 13. bis 14.01.2018 im Fernsehformat aus Kevelaer ein. Die Liveübertragung erfolgt über Sportdeutschland.TV im Internet und kann über alle internetfähigen Endgeräten kostenlos verfolgt werden.

Im Anschluss daran informierte die Landesdamenleiterin Brigitte Brachmann über das vorgesehene Symposium „Starke Frauen für den RSB“ vom 10. bis 11. März 2018.

Weitere Hinweise gibt es durch Geschäftsführer Pakendorf.

Die geplante Satzungsänderung wurde dann - nach zunächst umfassenden Erläuterungen, Punkt für Punkt durch Kai Bolten, sowie verschiedenen Hinweisen, Fragen und Diskussionsbeiträgen - auf Wunsch des Präsidenten bei § 9 abgebrochen und die Abstimmung auf die nächste Delegiertentagung in 2018 - verschoben.

Diskutiert wurde nämlich, dass nach erfolgter Veröffentlichung der Satzungssynopse im Vorfeld nun am Delegiertentag eine neuere Version den Teilnehmern ausgehändigt worden war. Der Präsident befürchtete daher, dass bei der abschließenden Abstimmung keine notwendige Zustimmung zu erhalten. Seinem entsprechenden Antrag auf Verlegung nach 2018 stimmten die Delegierten abschließend zu.

Den Bericht der Kassenprüfer hält E. Wilms.

Daher kam man folgend direkt zu den Neuwahlen, entsprechend der nun weiterhin gültigen Satzung vom 19.04.2015. Neu zu wählen waren in diesem Jahr folgende Ämter: Präsident/in, Vizepräsident/in Süd; Landesschatzmeister/in und Landesdamenleiter/in. Alle bisherigen Amtsinhaber stellten sich im Übrigen der Wiederwahl und kandidierten erneut. Außerdem war eine/n Rechnungsprüfer/in neu zu wählen.

Zunächst wurde Präsident Willi Palm zur Wiederwahl vorgeschlagen und (bei zwölf Nein- und drei ungültigen Stimmen) wiedergewählt. Obwohl es keine weiteren Kandidaten gab, musste auf Wunsch eines Delegierten der Wahlvorgang geheim durchgeführt werden.

Der Wahlausschuss.

Für das Amt des Vizepräsidenten Süd wurde die Gebietsvorsitzende Manuela Göbel vorgeschlagen und (bei zwei Neinstimmen und sechs Enthaltungen) in ihr Amt wiedergewählt.

Ebenso schlug man Schatzmeister Heinz Markert zur Wiederwahl vor. Diesem Vorschlag stimmten die Delegierten (bei zwei Neinstimmen) ebenfalls zu.

Folgend wählte man dann die Landesdamenleiterin Brigitte Brachmann (bei zwei Neinstimmen und einer Enthaltung) erneut wieder.

Der Wahlausschussvorsitzende überreicht die Präsidentenkette.

Bei zwei Stimmenthaltungen wählte man mit Werner Seifert einen neuen Kassenprüfer. Der konnte allerdings an diesem Tag nicht anwesend sein. Ein entsprechendes Einverständnis lag dem Wahlausschuss hierzu  schriftlich vor.

Unter großem Applaus wurde der Referent für Tradition und Brauchtum, Gustav Hensel, aufgefordert sein Amt als kooptiertes Präsidiumsmitglied weiter fortzusetzen. Dem stimmte er dann folgend auch zu.

Nach dem Ausscheiden des Referenten für Recht und Organisation Kail Bolten wurde hier nun Robert van Eisern als Nachfolger benannt, der zustimmte. Kai Bolten machte deutlich, dass er diese Entscheidung ausschließlich getroffen habe, um mehr Zeit für die Familie zu erhalten. Seine Zusage vier Jahre mitzuarbeiten, habe er eingehalten.

Robert van Eisern ist neuer Referent Recht und Organisation.

Nach Abhandlung der Punkte Anträge (Ehrung verdienter Mitglieder bzw. RSB-Sportausweis) und Verschiedenes konnte dann um 17 Uhr die Delegiertentagung beendet werden. Bezüglich eines neuen Sportausweises gab es Hinweise durch den Geschäftsführer, man werde den Antrag annehmen und in 2 Jahren darauf zurückkommen. Derzeit sei man jedoch vertraglich gebunden. Den Antrag auf Ehrung werde man an den Ehrungsausschuss weiterleiten.

Präsident Willi Palm übernahm  dann wieder die Sitzungsleitung und dankte allen Delegierten. Er hoffe weiterhin auf Unterstützung. Man werde im kommenden Jahr einen Schritt nach vorne machen und die Satzung dann verabschiede.

Der nächste Delegiertentag wird am 25.11.2018 wieder in Ransbach-Baumbach stattfinden.



Autor: K. Zündorf
Datum: 27.11.2017

 

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