Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

"Kids in die Clubs" erobert Deutschland

Mit dem am 1. April 2011 gestarteten Bildungs- und Teilhabepaket wird nach monatelangem Ringen zwischen den Parteien, Bundesregierung und den Bundesländern nun allen Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien in Deutschland das ermöglicht, was in Hamburg schon seit 2004 geht: die beitragsfreie Mitgliedschaft im Sportverein.

In der Öffentlichkeit und in den Medien erhebt sich dabei ein bundesweiter, vielstimmiger Chor, der die betroffenen Familien und Vereinsmitarbeiter eher verwirrt denn informiert: Da differiert die Abwicklung zwischen Kommune und Kommune, da informiert die Bundesregierung anders als die Länder, da gebärt die Bürokratie neue Formulare  und zudem entsteht die Erwartungshaltung, dass alle 2,5 Millionen Berechtigten auch sofort sämtliche Leistungen beantragen müssten.

In Hamburg hat sich der Senat bewusst für eine Umsetzungsstrategie entschieden, die auf die echte Teilhabe von armen Kindern und Jugendlichen abzielt. In Verhandlungen zwischen der Stadt und der Sportjugend wurde dabei eine nahtlose Fortführung des Erfolgsmodells "Kids in die Clubs" vereinbart:

  • Die Anträge auf eine Teilhabe im Sportverein können wie bisher direkt bei den 137 beteiligten Sportvereinen gestellt werden. Es bleibt also beim bisherigen Verfahren.
  • Die geförderten Kinder und Jugendlichen werden Mitglied im jeweiligen Sportverein, ohne weitere Zusatzbeiträge o. dgl. zahlen zu müssen.
  • Die Förderung „Kids in die Clubs“ wird bis zum nächstfolgenden 31. Juli gewährt, so dass der bürokratische Aufwand für die Familien und Vereine minimiert wird.
  • Neben den teilhabeberechtigten Familien im Sinne des neuen Gesetzes werden auch weiterhin Kinder und Jugendliche aus Familien von Geringverdienern gefördert. Es bleibt bei den bisherigen Einkommensgrenzen.
  • Die Sportjugend übernimmt die verwaltungstechnische Abwicklung mit den zuständigen Stellen.

Da die bisherigen Bewilligungen weiterhin gültig bleiben, besteht für die Vereine auf jeden Fall eine Fördergarantie bis zum 31. Juli. Wie jedes Jahr müssen dann die Folgeanträge möglichst rasch bei der Sportjugend eingereicht werden, damit eine nahtlose Weiterförderung gesichert ist.

Durch das neue Teilhabepaket entstehen im Einzelfall weitere Fragen, die von der Sportjugend gegenwärtig mit den diversen zuständigen Stellen geklärt werden. Wir informieren die Vereine und Verbände sofort, sobald auch dafür handwerklich saubere und belastbare Ergebnisse vorliegen. Erklärte Absicht der Sportjugend und der bisherigen Partner – Kinder helfen Kindern e. V. und Freie und Hansestadt Hamburg – ist es, durch die Einführung des bundesweiten Teilhabepaketes ggf. frei werdende Landesmittel wieder in die Teilhabe von armen Kindern und Jugendlichen im Sport zu investieren, damit das Bildungs- und Teilhabepaket nicht nur die Verwaltung und die Haushälter erfreut, sondern tatsächlich dort etwas  verbessert, wo es nötig ist: bei den Kindern und Jugendlichen mit schlechten Startchancen.


Dokumente zum Thema:

Autor: Arne Klindt / Michael Sander
Datum: 20.09.2011

 

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