Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Gespräch der Schützenverbände mit der GEMA

Teilnehmer am Gesprächskreis bei der GEMA in Dortmund. Rechte: BHDS/Ralf Heinrichs

Teilnehmer am Gesprächskreis bei der GEMA in Dortmund.

Am 18. Mai 2010 fand in der Bezirksdirektion der GEMA in Dortmund ein Gespräch mit Vertretern der Schützenverbände statt. Hierbei nutzen die Vertreter der Schützenverbände die Gelegenheit, die  EMA auf die teilweise drängenden Probleme der Schützenvereinigungen hinzuweisen.
Insbesondere wurde auch die hohe finanzielle Belastung der Vereine bei Ihren Veranstaltungen lange und ausführlich diskutiert. Dabei wies die GEMA darauf hin, dass die Tarife mit dem Patentamt und den Musikverbänden verhandelt und festgelegt würden. Eine Änderung der Tarife würde ggf. nur über den Gesetzgeber möglich sein.
Eine Freistellung der Bruderschaften und Schützenvereine bei Festzügen von der GEMA-Pflicht sah die GEMA wegen des gesetzlichen Gleichbehandlungsgrundsatzes als nicht realisierbar an. Man könne sich bei der GEMA jedoch eine pauschale Abrechnung aller Festzüge der Vereine bzw. der Bruderschaften eines Verbandes vorstellen. Hierzu wird die GEMA ihre Vorstellungen den interessierten Verbänden vorlegen.

Die anwesenden Schützenvertreter regten die Überarbeitung der „Härtefallnachlassregelung“ an, die eigentlich bei defizitären Veranstaltungen vor zu hohen GEMA-Gebühren schützen soll, in der Praxis erweist sich diese Regelung aber leider häufig als nicht durchführbar.

Die Vertreter der GEMA machten folgende Zusagen:

Sollten GEMA-Kontrolleure mit zu beanstandendem Auftreten auffallen, so sollten die Vereine und Bruderschaften sich nicht scheuen, der zuständigen GEMA-Direktion hiervon Mitteilung zu machen. Die GEMA ist selber an einem einwandfreien Erscheinungsbild Ihrer Außendienstmitarbeiter interessiert und würde solchen Fällen nachgehen.

Die GEMA bot desweiteren an, in Bezirksverbänden und Untergliederungen der Verbände vor Ort Vorträge zu halten und sich der Diskussion zu stellen. Des Weiteren kann sich jeder Verein und jede Bruderschaft an die GEMA wenden und um Beratung und Betreuung bitten.

Die Vertreter der GEMA erläuterten auch anstehende Projekte der GEMA:

Bislang hatten die Vereine und Bruderschaften das Risiko zu tragen, wenn Schreiben oder Faxe die GEMA nicht erreichten. Dann waren ggf. Zusatzkosten (sog. Kontrollkostenzuschläge) von bis zu 100 % fällig. Eine sich daraus ergebende Forderung, die die Schützenverbände bereits seit längerer Zeit gestellt hatten, war die Schaffung einer Online- Anmeldung. Die GEMA ist im Begriff, eine solche Online-Anmeldung zu ermöglichen. Es wird zurzeit bei der GEMA auch überlegt, die dann korrekt vorgenommene und zusammen mit der Musikfolge erfolgte Meldung ggf. durch zusätzliche Vergünstigungen zu fördern.

So soll zudem durch eine Mitgliederverwaltung, die auch von den Verbänden unterstützend mit gepflegt werden soll, sicher gestellt werden, dass alle Mitgliedsvereine der Verbände auch die im Zuge der Rahmenverträge zugesicherten Rabatte erhalten und den Nicht-Verbandsmitgliedern die Rabatten eben nicht gewährt werden.

Der Teilnehmerkreis kam überein, das Gespräch von GEMA und Schützenverbänden zukünftig jährlich durchzuführen, um anstehende Probleme und Änderungen besprechen zu können.

Teilnehmer am Gesprächskreis bei der GEMA in Dortmund:
Robert Garmeister (Assistent der Geschäftsführung Deutscher Schützenbund), Meinolf Linke (Bundesgeschäftsführer Sauerländer Schützenbund), Burckhardt Knot (Geschäftsführer Rheinischer Schützenbund), Marc-Andre Höper (GEMA Direktionsassistent Vertrieb und Controlling NRW), Erich Wulff (GEMA Bezirksdirektor NRW) Jürgen Baier (Leiter der Direktion Außendienst GEMA-Zentrale München), Ralf Heinrichs (Bundesgeschäftsführer BHDS)



Datum: 19.05.2010

 

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