Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Offener Brief an meine Schützenschwestern und -brüder

Es geht hier um die Arbeit des Präsidiums, des Gesamtvorstandes und den Umgang zwischen uns Schützenbrüdern und  -schwestern.

Ich konnte im letzten Jahr feststellen, dass es einen ziemlich großen Umbruch im RSB gegeben hat. Es gab und gibt eine Menge Baustellen, die gleichzeitig bearbeitet werden mussten und immer noch müssen.

In unserem Präsidium sitzen hochqualifizierte Leute, die einen hochqualifizierten Beruf haben, der sie tagtäglich 8 oder 10 oder mehr Stunden fordert.
Die vielen Baustellen, die im RSB im letzten Jahr angepackt wurden, haben von jedem einen massiven Einsatz gefordert, der nicht nur in  zahlreichen Sitzungen bis spät in die Nacht erbracht wurde.

Dass man im Forum für diese Arbeit öffentlich angegriffen wird, weil nicht alles, was abends erarbeitet wurde, am nächsten Morgen veröffentlicht wurde, um dann von  Leuten sofort zerpflückt zu werden, die prinzipiell nur noch Opposition betreiben, das ist genau der heutige Zeitgeist, den wir tagtäglich in der Politik erleben. Aber das ist Demokratie.

Ein Beispiel: In der GV am 24.03. wurde von  e i n e m  GV-Mitglied der Antrag gestellt, das Forum abzuschalten, weil hier öffentlich Präsidiumsmitglieder namentlich angegriffen werden. Hintergrund: Das Internet vergisst nie etwas. Wenn ich heute im Internet schreibe: der Max Mustermann ist unfähig, hat keinen Teamgeist, tritt die demokratischen Regeln mit Füßen und, und, und, dann kann der Max Mustermann seine nächste Bewerbung bei einer anderen Firma vergessen, denn jeder Personalchef googelt seine Bewerber und findet dann solche Einträge.

Der Antrag ist im GV nicht durchgegangen, das Forum sollte nicht abgeschaltet werden, aber es soll in den Mitgliederbereich eingebunden werden, damit auch nur Mitglieder des RSB dort ihre Beiträge posten können. Sonst kann man nicht unterscheiden, ob die Einträge von RSB-Mitgliedern oder ehemaligen, mittlerweile in den SSV RLP gewechselten Mitgliedern stammen, die immer noch um sich schlagen.

Wir haben gedacht, wir hätten alles richtig gemacht. Aber am nächsten Morgen standen im Forum schon die ersten Beiträge mit wütenden Protesten. Dort stand auch, dass man „Ross und Reiter“ nennen können darf. Aber warum gilt das nur für diejenigen, die dort kritisiert werden, aber nicht für diejenigen, welche die Beiträge posten? Bis auf wenige Ausnahmen verstecken sich die Leute hinter Nicknames oder Pseudonymen.

Dort war zu lesen über den „selbsternannten“ Medienbeauftragten, der die Regeln der Demokratie mit Füßen tritt. Das nenne ich gefährliches Unwissen, von dem aber viele glauben, dass es wahr ist.
Rainer Limberger hat das mittags noch sachlich richtiggestellt, nochmal die Regeln des Forums erklärt und auch dass er für dieses Amt gewählt wurde, und sich nicht selbsternannt hat.
Am gleichen Abend erlitt er einen Herzinfarkt und kam ins Krankenhaus, wo ihm zum Glück noch rechtzeitig geholfen werden konnte. Ich will niemandem die Schuld daran geben, aber irgendwann bringt einer der vielen Tropfen das Fass zum Überlaufen.

Wenn jeder alles schreiben darf was er will, egal ob es richtig ist oder nicht, ist das die Meinungsfreiheit, die ihm in seinen Grundrechten zusteht?

Jedes Präsidiums- und GV-Mitglied arbeitet im RSB ehrenamtlich. Jeder weiß das.
Genau wie ihr, die ihr sicher auch mindestens ein Ehrenamt in euren Vereinen habt.

Ehrenamtlich heißt aber auch „nebenbei“, zusätzlich zu Beruf und Familie.
Wenn wir bezahlte Profis im Präsidium haben wollen, müssen wir eben noch 30 oder 40 Euro mehr Jahresbeitrag bezahlen.

Das garantiert aber immer noch nicht, dass die alles richtig machen. Ich könnte euch da ein paar Bank- oder Börsenmanager nennen, die gerade verfügbar sind.

Vielen Mitgliedern geht der Fortschritt im RSB zu langsam. Es soll aber auch alles erst mal mit der Basis ausdiskutiert werden.
Ich bin seit 14 Jahren im Gesamtvorstand. Früher bin ich gerne zu den Schützentagen gefahren. Mittlerweile fahre ich nur noch mit Bauchschmerzen hin, weil ich ahne, was uns dort erwartet.

Ich habe nichts gegen konstruktive Kritik, ich bitte euch nur um einen fairen Umgang miteinander.

Dittmar Gerwien
Vereinsvorsitzender, Kreisvorsitzender, Bezirksvorsitzender

 



Datum: 30.03.2013

 

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