Rheinischer Schützenbund e.V. 1872

Das Fürstliche Haus Wied und der Rheinische Schützenbund

Protektoratsurkunde des Rheinischen Schützenbundes
Protektoratsurkunde des Rheinischen Schützenbundes

Mit der Übernahme der Ausrichtung des 19. Rheinischen Bundesschießens (1901) durch die Neuwieder Schützengesellschaft von 1833, wurde im Jahr 1900 die Grundlage für das traditionsreiche Protektorat des Fürstenhauses Wied über den Rheinischen Schützenbund geschaffen.

Die Neuwieder Schützengesellschaft überzeugte ihren Protektor, Wilhelm V. Fürst zu Wied, auch das Protektorat über den Rheinischen Schützenbund zu übernehmen. Dies wurde im Jahre 1900 beschlossen und im Jahre 1901 mit der Einladung zum 19. Rheinischen Bundesschießen kundgetan.

Dieses 19. Rheinische Bundesschießen war von besonderer Bedeutung, da bei dieser Veranstaltung auch das erste Bundesbanner des RSB durch den Fürsten Wilhelm zu Wied geweiht wurde.

Nach seinem Tod im Jahre 1907 wurde durch den Vorstand des RSB im Nov. 1907 beschlossen,  ein „Gesuch an den jetzt regierenden Fürsten Friedrich zu Wied zu stellen, mit der Bitte um Übernahme des Protektorates“. Im Jahre 1908 hat Friedrich VI. Fürst zu Wied dieser Bitte entsprochen und wurde neuer Protektor des RSB bis zu seinem Tod im Jahr 1945.

Aufgrund der Nachkriegswirren, der gesetzlichen Einschränkungen und der Neuausrichtung des Rheinischen Schützenbundes als Sportverband, wurde an den Sohn Friedrich Wilhelm VII. Fürst zu Wied, keine Bitte um Fortsetzung des Protektorates gestellt. Diese Tradition geriet etwas in Vergessenheit.

Erst mit der wieder wachsenden Bedeutung der Traditions- und Brauchtumspflege und der Rückbesinnung auf die alten und guten Werte, wurde das Interesse an einer Wiederbelebung des Protektorates wieder größer. Immer häufiger wurde von der Basis auf diese Tradition hingewiesen, so dass das Präsidium des RSB im Jahre 2005 den Fürsten zu Wied zum ersten Mal seit dem zweiten Weltkrieg wieder zu einem RSB-Tag nach Bad Honnef einlud.

Im Jahre 2007 erklärte sich Carl Fürst zu Wied bereit, das Protektorat über den RSB zu übernehmen und damit die alte Familientradition wieder aufleben zu lassen. Einzige Bedingung, die Basis – Vereine und Mitglieder – sollten diese Entscheidung wünschen und mittragen. Das Beschlussverfahren lief über alle Gremien des RSB und fand einen überwältigenden Abschluss mit dem einstimmigen Votum aller Delegierten auf dem RSB-Tag 2008 in Radevormwald für das Protektorat!

Dieses Verfahren fand nun seinen offiziellen Abschluss in der Protektoratsfeier am Samstag, dem 14. März 2009, in Neuwied mit dem Ziel, die Werte des Schützenwesens – Einigkeit, Freiheit, Mitverantwortung sowie die Treue, die Wahrheit und das Brauchtum - gemeinsam zu pflegen und zu bewahren.

 

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